KANTONSSPITAL: Der Neubau erscheint am Horizont

Mit dem Projekt «Horizont» entsteht in Frauenfeld ein neues, modernes Spital. Bis 2020 soll auch der alte Bettenturm verschwinden. Gestern wurde der Grundstein für die Bauarbeiten gelegt.

Hugo Berger
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Feierliche Grundsteinlegung: Die Zeitkapsel wird vergraben. (Bild: Andrea Stalder)

Feierliche Grundsteinlegung: Die Zeitkapsel wird vergraben. (Bild: Andrea Stalder)

Hugo Berger

thurgau@thurgauerzeitung.ch

Wer den markierten Weg in die Baugrube hinunterstieg, konnte erahnen, welch grosse Arbeit noch bevorsteht, bis der geplante Bau fertiggestellt ist. Doch ein Anfang ist gemacht. Gestern Nachmittag hat die Spital Thurgau AG zur Grundsteinlegung für den Neubau «Horizont» im Kantonsspital Frauenfeld eingeladen. Das Projekt umfasst die Ersatzbauten des Operationstraktes, der medizinischen Diagnostik sowie des Bettenhochhauses. Darüber hinaus werden umfassende Umbauten und Anpassungen im bestehenden Spitalgebäude und ein Rückbau des alten Bettenturms vorgenommen. Die Arbeiten haben im Juli letzten Jahres begonnen und sollen bis Ende 2020 beendet sein. Bauherrin ist die Thurmed Immobilien AG im Namen der Betreiberin, der Spital Thurgau AG. Seit 2008 sei man an der Planung, sagte Architekt Beat Schneider. In unzähligen Sitzungen und Sparrunden habe das Team um bessere Lösungen gerungen. Dabei habe man immer den Grundgedanken im Auge behalten. Dieser laute: Es soll ein neues Ganzes entstehen, kein Sammelsurium.

Grösstes Bauprojekt des Kantons

Regierungsrat Jakob Stark lobte die Qualität der beiden Thurgauer Spitäler und meinte: «Für den Kanton Thurgau ist diese Organisation ein Glücksfall.» Das Projekt «Horizont» sei wohl das grösste Bauprojekt des Kantons. «Ich hoffe, der gesetzte Kredit von 277,8 Millionen wird nicht überschritten», sagte Stark weiter.

Man werde die vorgegebenen Kosten einhalten, versicherte Marc Kohler, CEO der Spital Thurgau AG. «Wir wollen den Kredit auch nicht voll ausschöpfen, wenn wir mit weniger auskommen.» Der Bau sei wichtig und schaffe die erforderlichen Rahmenbedingungen, aber noch wichtiger sei die Arbeit der Spitalmitarbeiter. «Wir haben auf allen Stufen gute Mitarbeiter», versicherte Kohler. Für den Frauenfelder Stadtpräsidenten Anders Stokholm wird das Spital zum Wahrzeichen von Frauenfeld, auch wenn der Turm im Zuge der Bauarbeiten ein bisschen kürzer gemacht werde.

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