Kantonsbeiträge an ambulante Pflege

Auch den Gemeinden beschert die Umsetzung der Unternehmensteuerreform III Mindereinnahmen. Deshalb möchte sie der Kanton im Gegenzug bei den ambulanten Pflegekosten entlasten.

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Auch den Gemeinden beschert die Umsetzung der Unternehmensteuerreform III Mindereinnahmen. Deshalb möchte sie der Kanton im Gegenzug bei den ambulanten Pflegekosten entlasten. Heute ist es im Thurgau so, dass sich Gemeinden und Kanton die Ausgaben für die stationäre Pflege teilen, im ambulanten Pflegebereich aber die Gemeinden alleine bezahlen. Im letzten Jahr betrugen die Gemeindebeiträge an die ambulante Pflege 15,1 Mio. Franken. Tendenz seit Jahren steigend. Nun will sich auch der Kanton finanziell engagieren, indem zum einen jeder Gemeinde künftig ein Grundbetrag gutgeschrieben wird. Vor dem Hintergrund, dass eine Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich gesundheitspolitisch erwünscht ist, soll zudem eine Anreizkomponente eingeführt werden: Gemeinden, die überdurchschnittliche Spitexleistungen anbieten oder die ambulante Pflege steigern, werden bei ihrem Kostenanteil entlastet. Die Gemeinden würden mit 3,3 Mio. Franken entlastet. Damit wäre der Thurgau der ersten Kanton, der eine gesundheitspolitische und eine fiskalische Zielsetzung miteinander verknüpfe, sagte Regierungsrat Jakob Stark. (ck)