Kantonales Konzept für Sonderschulen

Der Regierungsrat hat das kantonale Sonderschulkonzept genehmigt. Es regelt die gesamte fachliche, rechtliche und finanzielle Verantwortung für die Schulung behinderter Kinder und Jugendlicher.

Drucken
Teilen

frauenfeld. Anfang 2008 hat sich die Invalidenversicherung (IV) im Zuge der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) aus der Sonderschulfinanzierung zurückgezogen. Während einer Übergangszeit von drei Jahren müssen die Kantone gewährleisten, dass die bisherigen Leistungen der IV in vergleichbarem Umfang und vergleichbarer Qualität angeboten werden.

Ab 2011 sind dann die Kantone für die Bildung sämtlicher Kinder und Jugendlicher – ohne oder mit Behinderung – verantwortlich.

In der Verantwortung

Im Zentrum des kantonalen Sonderschulkonzepts stehen Angebote für Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung oder einem ausgewiesenen hohen Förderbedarf. Das Altersspektrum beginnt bei der Geburt und endet maximal beim 20. Lebensjahr.

Im Fokus stehen somit der Frühbereich und der Schulbereich wie auch der Übergang zur nachschulischen Periode.

Angebote mit Schnittstellen zur Sonderschulung werden im Konzept ebenfalls erwähnt. Dies betrifft unter anderem das sonderpädagogische Angebot der Regelschule oder die Spitalschulen.

Gemeinsam mit den Anbietern und deren Trägerschaften übernehme das Amt für Volksschule die Verantwortung für eine angemessene Schulung für Schüler mit hohem Förderbedarf, heisst es in einer Mitteilung des Kantons.

Die ständige Arbeitsgruppe «Sonderschulung» im Amt für Volksschule soll eine gut vernetzte Bearbeitung aller Fragen zum Thema Sonderschulung sicherstellen. Für eine hohe Qualität der sonderpädagogischen Förderung hat die kantonale Schulaufsicht mit strukturierten Aufsichts- und Evaluationsverfahren zu sorgen. Gleichzeitig gelte es, den Aspekt der Kosteneffizienz zu berücksichtigen, heisst es weiter.

Der Verband der Sonderschulträgerschaften (VTST) begrüsst das Konzept grundsätzlich, sagt Präsidentin Regula Hasler-Bommer.

Kanton geht auf Wünsche ein

Im Detail hätten sie in der Vernehmlassung einzelne Vorbehalte vorgebracht. Der Kanton hat die Änderungswünsche teilweise berücksichtigt, sagt Walter Berger, der Chef des Amtes für Volksschule. So hätten die Sonderschulen bei der Abrechnung der Elternbeiträge beispielsweise neu grössere Freiheiten. (red.)

Aktuelle Nachrichten