Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kanton zahlt weniger Entschädigung

Im Thurgau werden die Voraussetzungen von Abgangsentschädigungen für Kantonsangestellte und Lehrer verschärft. Das Instrument wurde zu grosszügig genutzt.

Die Thurgauer Regierung beabsichtigt, die Bestimmungen zur Abgangsentschädigung und zur Weiterbeschäftigung nach dem 65. Altersjahr zu überarbeiten. Die Regelungen zur Abgangsentschädigung sollen leicht verschärft, diejenigen bezüglich Weiterbeschäftigung gelockert werden. Die entsprechenden Vorschläge unterzieht der Kanton nun einer externen Vernehmlassung.

Entschädigung wieder zum ursprünglichen Zweck

Wenn der Kanton einem Mitarbeiter das Dienstverhältnis kündigt oder wenn es auf Veranlassung des Kantons im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst wird, kann eine Abgangsentschädigung ausgerichtet werden. Voraussetzung ist jedoch, dass nicht die Leistungen oder das Verhalten des Mitarbeiters Anlass zur Kündigung gegeben haben. Weitere Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, betreffen die Dienstjahre und das Alter. Die gleiche Regelung gilt für die Lehrpersonen. Zweck ist es, soziale Härtefälle abzufedern, wenn jemand ohne eigenes Verschulden entlassen wird.

Die Praxis der letzten Jahre hat jedoch gezeigt, dass das Instrument der Abgangsentschädigung grosszügiger umgesetzt wurde, als es ursprünglich vorgesehen war. Der Regierungsrat möchte das Instrument weiterhin entsprechend seinem ursprünglichen Zweck einsetzen. Darüber hinaus soll es aber insbesondere nicht als Sonderleistung in Trennungssituationen dienen. Ebenfalls soll daraus kein Rechtsanspruch abgeleitet werden können. Deshalb plant der Regierungsrat eine leichte Verschärfung der Anspruchsgrundlagen. So sollen die Anzahl der für eine Abgangsentschädigung notwendigen Dienstjahre von fünf auf zehn Jahre erhöht werden und die bisherige Praxis rechtlich verankert werden. Diese besagt, dass kein Anspruch auf Entschädigung besteht, wenn eine zumutbare Anschlussbeschäftigung vorliegt oder wenn seitens des Kantons eine andere zumutbare Funktion oder Stelle angeboten wurde.

Pensionierte sollenöfter bleiben

Die zweite Änderung betrifft die Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern des Kantons nach Vollendung des 65. Altersjahres. Bisher ist eine Weiterbeschäftigung nur in Ausnahmefällen möglich. So muss einerseits ein besonderes Interesse des Kantons vorliegen und der Arbeitgeber muss eine Weiterbeschäftigung ausdrücklich wünschen. Künftig soll es nur noch heissen, dass eine Weiterbeschäftigung möglich ist, wenn sie im Interesse des Kantons liegt. Die Vernehmlassung dauert bis zum 18. November. (red.)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.