Kanton zahlt eine Million für BTS–Planung

Das Projekt um den Bau der Bodensee-Thurtalstrasse erreicht die nächste Phase. Der Regierungsrat hat die Erarbeitung des Generellen Projekts in Auftrag gegeben. Dieses Vorprojekt beschränkt sich auf die erste Etappe der Strasse, von Arbon bis Oberaach.

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Das Projekt um den Bau der Bodensee-Thurtalstrasse erreicht die nächste Phase. Der Regierungsrat hat die Erarbeitung des Generellen Projekts in Auftrag gegeben. Dieses Vorprojekt beschränkt sich auf die erste Etappe der Strasse, von Arbon bis Oberaach. Die Planungsarbeiten führt die Ingenieurgemeinschaft Elob zum Betrag von 947 000 Franken aus. «Dieses Honorar wird nach den geplanten Gesamtausgaben für die Strasse von etwa 200 Millionen Franken berechnet», erklärt Kantonsingenieur Andy Heller. Der Kanton Thurgau plant, dem Bund bis Ende 2014 das Vorprojekt für die erste Etappe übergeben zu können. Der Bund soll nämlich die BTS bauen und finanzieren.

Laut Regierungsrat Jakob Stark gibt es Probleme bezüglich der BTS, sollte das Volk bei der Abstimmung im November die Preiserhöhung der Autobahnvignette von 40 auf 100 Franken ablehnen: «Es werden schlicht und einfach die finanziellen Mittel fehlen, um das Projekt voranzutreiben.» Zudem könnte der Bund diese Strecke nicht ins Nationalstrassennetz aufnehmen. Das Projekt bliebe weiterhin Sache des Kantons, wie Jakob Stark erklärt. «Damit würde sich das Projekt um einiges verzögern.» Er sei aber zuversichtlich, dass bei einem Vignetten-Aufschlag im Jahr 2020 mit dem Bau begonnen werden könne. «Ohne Aufschlag dauert es länger.»

Weniger begeistert von der finanziellen Investition, und überhaupt vom Projekt BTS, ist GP-Kantonsrat Toni Kappeler. «Der Thurgauer Steuerzahler bezahlt Beträge in Millionenhöhe für ein Projekt, das eine kleine Realisierungschance hat.» Der Bund werde die Prioritäten anderweitig festlegen. «Wenn man die Verkehrsmeldungen im Radio hört, ist wohl klar, dass andere Gebiete in der Schweiz Vorrang haben.» Die Investitionen des Kantons sind laut Toni Kappeler nur dafür da, dass das Projekt bessere Chancen beim Bund hat. «Also faktisch schenken wir dem Bund dieses Geld einfach.» (rar)