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Kanton will Vorbild sein

Die Kantonsregierung will Energie sparen. Bis 2015 soll die Verwaltung 15 Prozent weniger Energie verbrauchen und bei Neubauten den Minergie-P-Standard anwenden.
Kaspar Enz
Regierungsgebäude in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Regierungsgebäude in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

frauenfeld. «Das ist ein klares Bekenntnis des Regierungsrates zur Energieeffizienz», sagt Regierungsrat Kaspar Schläpfer. Damit wolle die Regierung im eigenen Haus anfangen. Der Energieverbrauch der kantonalen Liegenschaften soll deshalb bis ins Jahr 2015 um 15 Prozent sinken.

Sparsamer wirtschaften

Der Schlüssel dazu heisst Facility Management. In einem ersten Schritt soll der Energieverbrauch aller Liegenschaften des Kantons in einer Datenbank abgelegt und überprüft werden. Daraus werden dann Wege abgeleitet, wie mit einer besseren Bewirtschaftung Energie gespart werden kann. Das sei Knochenarbeit, die viele kleine Massnahmen beinhalte, sagt Schläpfer. Die Lüftungen, die Isolation von Fenstern oder der Verbrauch der verschiedenen Geräte müssten überprüft werden. Er hoffe auf die Akzeptanz der Massnahmen bei den Mitarbeitern, sagt Schläpfer. «Es hängt viel davon ab, dass alle motiviert werden können mitzumachen.»

Minergie für Bauten

Schon im Gesetz über die Energienutzung steht, dass die öffentliche Hand in der Energiepolitik eine Vorbildrolle einnehmen soll. Der Grundsatz ist auch in einem entsprechenden Konzept zur Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien enthalten. Dies will der Kanton auch bei Neu- und Umbauten von Gebäuden umsetzen. Im Grundsatz sollen Umbauten dem Minergie-Standard genügen, bei Neubauten will der Kanton die schärferen Minergie-P-Richtlinien einhalten. Wenn es sich aber abzeichne, dass dies nur mit unverhältnismässigem Aufwand zu erreichen wäre, dürfe von diesem Grundsatz abgewichen werden, sagt Marco Sacchetti, Generalsekretär des Departements für Bau und Umwelt (DBU). Ein anderer Grund für Abweichungen könne auch sein, dass in ein geschütztes Objekt zu stark eingegriffen werden müsste. Der Kanton rechnet dafür mit einem Mehraufwand von bis zu fünf Prozent gegenüber der bisherigen Vorgehensweise.

Gesetz unnötig

Trotzdem empfahl der Regierungsrat eine Motion von Kantonsrat Josef Gemperle (CVP, Fischingen) zur Ablehnung, die die gleichen Zielsetzungen im Gesetz verankern wollte. Ein Gesetz sei nicht nötig, sagt Sacchetti. Die Massnahmen der Regierung gingen sogar weiter. Die Ziele sollen aber in einer Verordnung verankert werden.

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