Kanton Thurgau verliert vor dem Gericht

WEINFELDEN. Der Kanton Thurgau muss Lisa Brun die Studiengebühren bezahlen. Das hat das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau entschieden, wie die Ostschweiz am Sonntag berichtet.

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WEINFELDEN. Der Kanton Thurgau muss Lisa Brun die Studiengebühren bezahlen. Das hat das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau entschieden, wie die Ostschweiz am Sonntag berichtet. Es geht um rund 39 000 Franken für die Ausbildung zur «Pflegefachfrau HF» mit Vertiefungsrichtung Kind, Jugendliche, Frau und Familie. Die 20jährige Lisa Brun absolviert seit März 2013 diese Ausbildung am Ostschweizer Kinderspital in St. Gallen, weil es im Thurgau die Ausbildung mit dieser Vertiefungsrichtung nicht gibt. Einen Antrag der Familie Brun lehnte das zuständige Amt ab, ebenso lehnte das Departement einen Rekurs ab. Deshalb beschritt Lisa Brun den Rechtsweg.

Anderen Weg gewählt

Wie die Ostschweiz am Sonntag weiter schreibt, sieht das Verwaltungsgericht in der Praxis des Kantons Thurgau die Rechtsgleichheit verletzt. Denn: Hätte Lisa Brun bereits Fachangestellte Gesundheit im Kanton St. Gallen gelernt, wäre der Kanton Thurgau anstandslos bereit gewesen, ihr die Gebühren zu übernehmen. Die in Weinfelden aufgewachsene Lisa Brun hatte aber vor der Höheren Fachschule in St. Gallen die Kantonsschule in Frauenfeld besucht. (red.)