Kanton Thurgau prüft Nutzung der Tiefenwärme

Eine Studie der Kantone Thurgau und Schaffhausen soll Aufschluss geben über deren geothermisches Potenzial.

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Die Nutzung der Geothermie reihe sich in die energiepolitische Strategie von «Energie Schweiz» und des Kantons Thurgau ein, teilt der Thurgauer Regierungsrat mit. Eine Studie der Kantone Thurgau und Schaffhausen solle deshalb aufzeigen, wie sich die geologischen Gegebenheiten präsentieren und wie sich diese Technologie nutzen liesse. Zudem sollen die Umweltbilanz und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer geothermischen Wärmenutzung und Stromerzeugung gewichtet und mit anderen Technologien verglichen werden.

Erdwärmesonden oder Tiefenbohrungen zur Nutzung der Erdwärme aus geringen Tiefen bis 500 Meter gehörten heute zum Stand der Technik. Künftig werde es auch möglich sein, in Tiefen bis zu 5000 Meter vorzudringen und mit neuen technischen Möglichkeiten Elektrizität und Wärme zu gewinnen. Diese Tiefengeothermie könnte einen bedeutenden Anteil des Energiebedarfs decken. Während die Nutzung der Erdwärme zu Heiz- und Kühlzwecken technisch ausgereift sei, stehe jene der Erdwärme aus grösserer Tiefe zur Stromproduktion noch am Anfang.

Die Studie soll nicht nur das verfügbare natürliche geothermische Potenzial beschreiben, sondern auch das Abnehmerpotenzial berücksichtigen. Die Kosten belaufen sich auf 155 000 Franken, wovon der Kanton Thurgau 95 000 Franken tragen wird. Die Ergebnisse der Studien sollen bis Mitte 2009 vorliegen. (red.)

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