KANTON THURGAU: Noch nie so wenig Einbrüche im Thurgau

Die Zahl der Straftaten hat im Kanton Thurgau zum dritten Mal in Folge abgenommen. Wie neuste Zahlen der Thurgauer Kriminalstatistik belegen, ging die Einbrüche um 21 Prozent zurück. Auch verlorenweniger Menschen auf Thurgauer Strassen ihr Leben.

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Im Jahr 2016 wurden im Kanton Thurgau 722 Einbrüche registriert. 2014 waren es noch 1140 Delikte. (Bild: Keystone)

Im Jahr 2016 wurden im Kanton Thurgau 722 Einbrüche registriert. 2014 waren es noch 1140 Delikte. (Bild: Keystone)

Gemäss der Kriminalstatistik wurden 2016 im Thurgau 10'322 Straftaten registriert - gegenüber 2015 ein Rückgang um 591 Delikte oder 5 Prozent. Die Anzahl der Straftaten pro 1000 Einwohner ging von 41,4 auf 38,6 Prozent zurück, wie Kommandant Jürg Zingg an der Jahres-Medienkonferenz bekannt gab. Positiv entwickelt habe sich auch die Aufklärungsquote. «42,9 Prozent aller Delikte wurden aufgeklärt.» 2015 waren es noch 39,7 Prozent gewesen. «Fast 90 Prozent der Gewaltdelikte konnten wir aufklären», führte Zingg weiter aus.

Einen Rückgang gab es auch bei den Einbruchsdelikten. Die Zahl hier ging um über 20 Prozent zurück. 722 Einbrüche wurden registriert – 2014 waren es noch 1140 Delikte gewesen. Wie Kommandant Jürg Zingg sagt, hat die Zahl der Einbrüche im Thurgau damit einen historischen Tiefststand erreicht. Diese Zahlen würden allerdings irgendwann wieder ansteigen. Für die Thurgauer Kantonspolizei sei dies allerdings kein Grund zur Sorge. «Die vergangenen Jahre zeigen, dass wir über geeignete Instrumente verfügen, um die Einbruchskriminalität wirksam zu bekämpfen.»

Zahl der Verkehrstoten noch nie so tief
Eine Abnahme zeigt auch der Blick in die Verkehrsunfallstatistik: Im vergangenen Jahr wurden 1249 Verkehrsunfälle bearbeitet – 5,1 Prozent weniger als 2015. Dabei ging die Zahl der Unfälle mit verletzten oder getöteten Personen nochmals um 5,4 Prozent auf 566 zurück, wie es im Communiqué heisst. 675 Personen wurden bei Unfällen verletzt, und sieben Personen (2013 bis 2015: 8) kamen auf Thurgauer Strassen ums Leben. Seit Beginn der statistischen Erfassung 1940 lag die Zahl der Verkehrsopfer noch nie so tief.

Wie Kommandant Jürg Zingg sagt, gilt es zu berücksichtigen, dass der Motorfahrzeugbestand im Thurgau in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 50 Prozent zugenommen hat und die Verkehrsfrequenzen jährlich steigen.

Projekt «Evaluation Kapo TG»
Damit die Abläufe sowie Organisation und Struktur der Thurgauer Kantonspolizei weiterhin optimal laufen, hat Zingg das Projekt «Evaluation Kapo TG» lanciert. «Die Kantonspolizei Thurgau soll als moderne und flexible Organisation für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gerüstet sein», sagt er. Dies seine künftig nebst der Internetkriminalität und der 24-Stunden-Gesellschaft vor allem die terroristische Bedrohung. (pd/lex)