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KANTON THURGAU: Mit dem Rotstift durchs Volksschulamt

Ein Vorstoss will den Schulgemeinden mehr Aufgaben zuordnen. Das kantonale Volksschulamt soll dadurch jährlich mindestens eine Million Franken einsparen.
Bei der Volksschule besteht Sparpotenzial, finden Kantonsräte. (Bild: Salvatore Di Nolfi/KEY)

Bei der Volksschule besteht Sparpotenzial, finden Kantonsräte. (Bild: Salvatore Di Nolfi/KEY)

Fünf Thurgauer Kantonsräte erkennen bei der Volksschule viel Sparpotenzial. «Der Aufwand für den Kanton liesse sich spürbar reduzieren», schreiben sie in einer Leistungsmotion unter dem Titel «Qualitätssicherung Volksschule». Mit dieser soll der Regierungsrat beauftragt werden, die Aufsicht, Evaluation sowie die Unterrichts- und Schulentwicklung zu reformieren.

«Ein Gewinn für alle Beteiligten»

Im Fokus sind gemäss Vorstoss Aufbearbeitung und Verarbeitung von Daten. Aufgaben, die in diesem Bereich anfallen, sollen neu von den Schulgemeinden, nicht mehr vom kantonalen Volksschulamt übernommen werden.

«Da sehr viele Daten vor Ort in den Schulgemeinden anfallen, sollten diese sinnvollerweise auch dort nach einem vorgegebenen Raster erfasst und ausgewertet werden», schreiben die Motionäre. Rechtfertigen würde sich der Abbau von Kantonskapazitäten «aus den Erfahrungen mit geleiteten Schulen». Die Vorstösser sehen darin ein Sparpotenzial beziehungsweise «eine Aufwandreduktion von mindestens einer Million Franken» beim Volksschulamt, wie sie argumentieren. Die Umsetzung ihres Vorschlags «wäre ein Gewinn für alle Beteiligten».

Roland A. Huber (BDP, Frauenfeld) ist Erstunterzeichner. Auf ihn folgen Margrit Aerne (SVP, Lanterswil), Reto Lagler (CVP, Ermatingen), Walter Hugentobler (SP, Matzingen) und Ueli Fisch (GLP, Ottoberg). 60 weitere Ratsmitglieder haben den Vorstoss unterschrieben. «Wir wollen, dass uns die Regierung Möglichkeiten zur Optimierung aufzeigt», sagt Aerne. Erste Auswirkungen der vorgeschlagenen Anpassungen sollten im Budget zum Geschäftsjahr 2019 erkennbar sein.

«Keine Abstriche bei den Qualitätsstandards»

Wiederholt sei der Gesamtaufwand der Schulevaluation und Schulentwicklung in den letzten Jahren diskutiert und beanstandet worden. «Ein Zurück zur Beschränkung auf die Erfüllung der gesetzlich vorgegebenen Aufgaben mit einem Verzicht auf Steuerungswünsche würde die Teilautonomie und Selbstverantwortlichkeit der Schulen stärken», heisst es im Vorstoss weiter. Die vorgeschlagene Anpassung des Qualitätsmanagements der Volksschule an heutige Erfordernisse könne ohne Abstriche bei den Qualitätsstandards der Schulen erfolgen.

Zu einer Leistungsmotion nimmt der Regierungsrat in der Regel innerhalb von drei Monaten Stellung. (sme)

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