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KANTON THURGAU: Die Türe zum Billett bleibt offen

Nach der verordneten Schonfrist durch das Parlament arbeiten die SBB mit den Drittverkaufsstellen neue Verträge aus. Ermatingen und Islikon sind gesichert, in weiteren Orten stehen Abschlüsse kurz bevor.
Sebastian Keller
Am Bahnhof Islikon können weiterhin Billette und Abonnemente für den öffentlichen Verkehr gekauft werden. (Bild: Reto Martin)

Am Bahnhof Islikon können weiterhin Billette und Abonnemente für den öffentlichen Verkehr gekauft werden. (Bild: Reto Martin)

Sebastian Keller

sebastian.keller@thurgauerzeitung.ch

In nicht mal drei Wochen wäre Schluss gewesen. Spätestens am Silvester 2017 hätte Margarete Klees das letzte Bahnbillett im Kiosk Ermatingen drucken und verkaufen dürfen. Die SBB, mit denen sie einen Vertrag hatte und von denen sie Billettdrucker und System mietet, wollten die Partnerschaft beenden. Aber nicht nur mit ihr. Auch mit schweizweit rund 50 sogenannter Drittverkaufsstellen. Darunter fallen private Stationshalter wie Klees, aber auch Poststellen, Avec-Shops und Migrolino-Läden. Elf davon befinden sich im Thurgau.

Die SBB haben allen ein Angebot unterbreitet

Nach Bekanntwerden der Pläne braute sich Widerstand zusammen. Unterschriften wurden gesammelt, die SBB mit Briefen eingedeckt, politische Vorstösse eingereicht und Alternativen aufgegleist. Im September 2017 schob das Bundesparlament den SBB einen Riegel und verordnete eine Schonfrist bis 2020.

Da die Verträge aber bereits gekündigt waren, mussten neue ausgehandelt werden. SBB-Sprecher Oli Dischoe bestätigt: «Die SBB haben mit allen Partnern Kontakt aufgenommen und ihnen ein Angebot für eine Zusammenarbeit bis Ende 2020 unterbreiten.» Margarete Klees in Ermatingen hat bereits unterschrieben. «Ich habe einen fairen Vertrag erhalten», sagt sie. Nun könne sie und ihr Team noch drei weitere Jahre Billette und Abonnemente verkaufen. «Das ist super, wir sind glücklich.» Auch in Islikon ist die Freude gross. «Der Billettschalter im Bahnhof Islikon bleibt bis Ende 2020 geöffnet!», heisst es auf der Webseite. Eine Mitarbeiterin bestätigt dies auf Anfrage. Auf der Webseite ist weiter zu lesen, dass man überrascht gewesen sei, dass die Verträge bis zum 31. Dezember 2020 angeboten wurden. «Aus zwei wurde drei Jahre – das freut uns natürlich».

Wie es in den übrigen neun der Drittverkaufstellen im Kanton Thurgau weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Die Signale sind aber vielversprechend. Stefan Thalmann, Leiter der Abteilung öffentlicher Verkehr beim Kanton, weiss, «dass die meisten auf gutem Weg sind und im bisherigen Umfang weitermachen können». SBB-Sprecher Oli Dischoe sagt: «Die Gespräche stehen vielerorts vor dem Abschluss.» Voraussichtlich Anfang 2018 werde kommuniziert.

Sechs der elf Drittverkaufsstellen sind Postfilialen: Bürglen, Diessenhofen, Münsterlingen-Scherzingen, Sirnach, Steckborn und Sulgen. Auf Anfrage sagt Postsprecher Markus Werner: «Diese Gespräche sind zurzeit noch nicht abgeschlossen.» Die Post gehe davon aus, dass man bald eine Lösung finden werde. Bei Valora, die mit den Avec-Shops in Eschlikon und Kreuzlingen Hafen im Spiel ist, tönt es ähnlich. Sprecher Lukas Mettler sagt: «Wir können bestätigen, dass Avec-Shops weiterhin als Drittverkaufsstellen für SBB-Billette zur Verfügung stehen werden.» Bis wann und wo dies der Fall sein werde, sei Gegenstand aktueller Verhandlungen. Bleibt noch der Migrolino-Laden am Bahnhof Bischofszell-Stadt, der ebenfalls Billette verkauft. Migrolino-Sprecher Christian Prochaska bestätigt entsprechende Gespräche. Die Verhandlungen mit den SBB seien zurzeit noch im Gange.

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