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Kantiprüfung wird gekürzt

Der Kanton ändert die Kriterien bei den Aufnahmetests für die Kantonsschule. Das betrifft Schüler, die von ihren Sekundarlehrern nicht empfohlen werden.
Marc Engelhard
Die Kandidaten für die Kantonsschule, wie hier in Frauenfeld, fallen selten durch die Aufnahmeprüfung, wenn sie die schriftlichen Tests bestehen. (Bild: Nana do Carmo)

Die Kandidaten für die Kantonsschule, wie hier in Frauenfeld, fallen selten durch die Aufnahmeprüfung, wenn sie die schriftlichen Tests bestehen. (Bild: Nana do Carmo)

FRAUENFELD. Wer bei den schriftlichen Aufnahmeprüfungen eine Vier im Durchschnitt hat, darf an die Kantonsschule. Egal, ob ihn sein Sekundarlehrer empfiehlt oder nicht. Das Amt für Mittel- und Hochschulen hat die Aufnahmekriterien im Thurgau geändert. Zuvor mussten Schüler mit einer C- oder D-Empfehlung immer noch eine mündliche Prüfung ablegen. Nun müssen das nur jene Kandidaten, die nach den schriftlichen Prüfungen unter der Note Vier liegen. Die Empfehlung spielt dabei keine Rolle mehr.

Urs Schwager ist der Chef des Amts für Mittel- und Hochschulen, das die Ergebnisse der Aufnahmeprüfungen jedes Jahr untersucht. Dabei zeigt sich: Unabhängig von der Empfehlung sind Schüler auch nach den mündlichen Prüfungen genügend, wenn sie es bei den Schriftlichen schon waren – mit wenigen Ausnahmen. Deswegen will Schwager Schüler mit Empfehlung C oder D nicht mehr vergeblich prüfen und wie «Kandidaten mit Empfehlung A und B behandeln».

Lehrer nicht mehr so gut geeicht

Die Lehrer liegen mit ihren Empfehlungen meist richtig: Aus der 2. Sekundarschule schaffen es 99 Prozent der Kandidaten mit einer A-Empfehlung in die Kantonsschule, bei einer B-Empfehlung sind es 84 Prozent, bei C ein Drittel und bei D 12 Prozent. Anders sieht es aus, wenn die Lehrer Schüler aus der dritten Sekundarschule beurteilen müssen. «Dann stimmen die Empfehlungen nicht mehr so gut», sagt Schwager. 40 Prozent der Kandidaten mit einer B-Empfehlung fallen bei der Aufnahmeprüfung durch. Diese sei nicht schwieriger, sagt Urs Schwaller. Sie werde nur mit Fragen aus dem 3. Sekundarschuljahr ergänzt. Doch auch wenn die Lehrer bei ihrem Urteil über die Kandidaten nicht mehr so gut geeicht sind: Handlungsbedarf gibt es laut Schwager keinen.

Empfehlungen gibt es weiterhin

Das System der Empfehlungen ganz abschaffen will Schwager nicht: «Empfehlung und Prüfung ergänzen sich sehr gut.» Prüfungen seien Momentaufnahmen. Bei den Empfehlungen beurteilen die Lehrer, wie sich der Schüler über längere Zeit hinweg in der Kantonsschule schlagen wird. Lehrer können Schüler wie folgt einteilen:

• A heisst, die Lehrer empfehlen den Schüler vorbehaltlos. Statt 4.0 reicht dem Kandidaten ein Schnitt von 3.67.

• Mit B fällt das «vorbehaltlos» weg, aber der Kandidat erhält immer noch eine Marge: Er besteht bei 3.83 im Schnitt.

• C heisst «bedingt empfohlen».

• D bedeutet «nicht empfohlen».

C- und D-Kandidaten dürfen im Notenschnitt nicht unter 4.0 sein.

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