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KALCHRAIN: Völlig zwanglos

Der Herbstmarkt lockte am Samstag viele Besucher ins Massnahmenzentrum. Die Gäste konnten einen Blick hinter die Kulissen werfen, sich verköstigen und mit regionalen Spezialitäten eindecken.
Margrith Pfister-Kübler
Wem es draussen zu garstig war, der fand im heimeligen Keller des einstigen Klosters einen Ort zum Aufwärmen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Wem es draussen zu garstig war, der fand im heimeligen Keller des einstigen Klosters einen Ort zum Aufwärmen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Margrith Pfister-Kübler

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Eine heisse Bratwurst oder doch lieber einen Glühwein? Schinkli im Brotteig oder Lasagne im Kellergewölbe? Nein, doch lieber Tee und Kuchen in der Cafeteria. Die Marktstände auf dem Hofareal des Massnahmenzentrums Kalchrain forderten Wetterfestigkeit. Eltern mit Kindern suchten die Guezlibackstation auf. Die Besucher hatten auf der Feinschmeckerroute die Qual der Wahl. Die vielen Aussteller mit Produkten aus der Region luden zum Verweilen. Die Palette reichte vom gehobenen Handwerk, Kunsthandwerk über Holzspielsachen, Möbel, Kreationen aus Metall, Schönes aus der Gärtnerei bis zu Flüssigem aus dem Rebberg. Klein, fein und sympathisch.

Der Grossteil der Besucher kam um die Mittagszeit angeschlendert. Viele reisten mit dem Auto an. Es war am Samstag Fasnachtsbeginn: 11.11. Das hatte auch die Guggenmusik Staaner Schränzer auf den Plan gerufen. Sie heizten rhythmisch ein. Der Wind pfiff kalt. «Halb so schlimm», fand Bettina Rogalla aus Winterthur, sie habe hier den schönsten Engel gekauft, ein Werk von Kalchrain-Bewohnern. Der Besuch hier mit ihrer Freundin aus Uesslingen habe sich auf jeden Fall gelohnt. Ausbilder Alex Hagen ist glücklich über diese Engelrückmeldung: «Positive Echos sind wichtig für unsere Bewohner. So spüren sie, dass ihre Arbeiten geschätzt werden.»

Zahlreiche Gruppen nutzten auch die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Massnahmenzentrums für junge Erwachsene zu werfen. «Echte Weiterbildung», betonte eine Familie. Und das alles gratis. Max Rindlisbacher, der frühere Direktor von Kalchrain, fand: «Das Interesse der Besucher ist erfreulich.»

Wofür Kalchrain steht, das wusste Stefanie Bossart aus Wil bisher nicht: «Ich sehe, dieser Markt ist ein Treffpunkt. Ich bin überrascht über die Vielfalt der Produkte, die hier hergestellt werden.» Marcel Zwick aus Zuckenriet betonte, dass er mit seiner Frau Elisabeth aus «Wertschätzung für die Arbeit, die hier geleistet wird,» auf dem Markt gekommen ist. Wertschätzung für all jene, die sich hier engagieren.

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