Kässeli ist leer, Reglement braucht es also nicht mehr

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FrauenfeldWalter Platzers Legat hat seine Redlichkeit getan. Der Frauenfelder vermachte dem städtischen Alterszentrum Park noch im letzten Jahrtausend 819000 Franken. Weitere Spenden oder Legate kamen später nicht mehr dazu. Mit diesem Geld wurde 1999 eine Spezialfinanzierung geäufnet, um damit neue Wohnformen im Alter aufzugleisen.

«Das Vermächtnis wurde sinnvoll verwendet, das Geld ist aufgebraucht und das dafür gebildete Konto nun ausgeglichen», erklärte Anita Bernhard (CH) als Sprecherin der GPK Gesellschaft und Gesundheit. Die zuständige Stadträtin Elsbeth Aepli habe festgestellt, dass nun nur noch das entsprechende Reglement existiere. Und es sei nicht sinnvoll, dieses in Kraft zu halten, wenn kein Geld mehr vorhanden sei. Einstimmig folgte der Gemeinderat denn auch dem Antrag des Stadtrats sowie der Empfehlung der GPK und hob das Reglement auf. Barbara Dätwyler (SP) dankte den damaligen Verantwortlichen für die Um- und Weitsicht im Jahr 1999. Die so eingeführten Alterswohnformen wie das betreute Wohnen, das Tageszentrum Talbach oder die Parksiedlung Talacker seien heute in den AZP-Alltag integriert. Julia Bünter (CVP) lobte den pionierhaften Umgang mit dem Legat. Man habe damals die Nachfrage nach betreutem Wohnen im Alter richtigerweise erkannt. «Das Legat von Walter Platzer selig wurde bestimmungsgemäss verwendet», stellte Kurt Sieber (SVP) fest. Das Reglement könne aufgehoben werden. Ebenfalls dieser Meinung war FDP-Sprecherin Ursula Duewell. (ma)