Kabarettist im Patronat des Selbsthilfevereins

WEINFELDEN. «Je suis Thomas», gestand der Schauspieler Thomas Götz am Ende des Entkernungsvorgangs über Selbstfindung an der Jahresversammlung des Vereins Selbsthilfe Thurgau.

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WEINFELDEN. «Je suis Thomas», gestand der Schauspieler Thomas Götz am Ende des Entkernungsvorgangs über Selbstfindung an der Jahresversammlung des Vereins Selbsthilfe Thurgau. Gerade mal acht Mitglieder versammelten sich am Dienstagabend im blumengeschmückten katholischen Pfarreizentrum Weinfelden. Präsidentin Heidi Güttinger nahm dies als Kompliment für die gute Arbeit des Vereins. Sie blickte auf ein intensives Jahr zurück, dazu gehört die Züglete in die Freiestrasse 10 in Weinfelden.

343 Selbsthilfeanfragen gab es im Berichtsjahr (Vorjahr 243), wie Geschäftsstellenleiterin Ingeborg Baumgartner aufzeigte. Depression steht zuoberst auf der Liste. 96 Selbsthilfegruppen gibt es derzeit im Thurgau. Im Patronat des Vereins Selbsthilfegruppe Thurgau ist neu Klaus P. Lüscher, ehemals Chefarzt der Frauenklinik des Kantonsspitals Münsterlingen – und der Kabarettist Thomas Götz. «Seither ist mein Selbstbewusstsein gestiegen, denn auch das Patronatskomitee ist eine Selbsthilfegruppe», sprach Thomas Götz und legte los unter dem Titel «Gesucht: Selbsthilfegruppe für Kabarettisten». Mit einem wohlausgewogenen Weisheitsbrevier bezeugten seine brillant formulierten Beispiele zur Selbsthilfe, dass auch der Regierungsrat eine Selbsthilfegruppe ist, dass in Salenstein eine Selbsthilfegruppe für abgewählte Gemeindepräsidenten gebildet werde, dass Napoleon in die Gruppe Essstörungen müsste und Heidi Güttinger als geheilt aus der Selbsthilfegruppe Gemeinderat kam.

Götz machte Selbsthilfe als psychische Allround-Leistungsfähigkeit sichtbar. Still liess er den Applaus über sich ergehen, auf den Lippen ein glückliches Lächeln. (kü)

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