Juristenstreit wegen Artikel von Hermann Lei

FRAUENFELD. Zwischen SVP-Kantonsrat und Anwalt Hermann Lei sowie dem Zürcher Anti-Rassismus-Anwalt David Gibor ist ein «bizarrer Juristenstreit» entbrannt, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

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FRAUENFELD. Zwischen SVP-Kantonsrat und Anwalt Hermann Lei sowie dem Zürcher Anti-Rassismus-Anwalt David Gibor ist ein «bizarrer Juristenstreit» entbrannt, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Der Disput zwischen den beiden Anwälten gründet in einem Artikel Leis, den er auf seiner eigenen Website und in der rechtskonservativen «Schweizerzeit» veröffentlichte. Unter dem Titel «Diener gegen Rechts» kritisiert der Thurgauer die Rolle David Gibors als Anwalt, der sich darauf spezialisiert habe, immer wieder auch SVP-Exponenten wegen angeblicher rassistischer Äusserungen vor Gericht zu ziehen. Die Haupttätigkeit des Zürcher Anwalts sei «der Kampf gegen Rechts», wobei dieser darin oft erfolglos bleibe.

Nun hat offensichtlich Gibor den Kampf gegen Lei aufgenommen. «Mit allen juristischen Mitteln», wie die «NZZ am Sonntag» schreibt, kämpfe Gibor gegen Leis Text. So habe etwa Gibors Anwalt das Bezirksgericht Frauenfeld ersucht, Lei zu verpflichten, seien Artikel vom Netz zu nehmen. Mit einer Strafanzeige und einer Zivilklage wird ausserdem eine Bestrafung Leis gefordert, da dieser gegen das Gesetz über den unlauteren Wettbewerb verstosse.

Darauf habe Hermann Lei seinerseits bereits wieder reagiert. Nicht als Anwalt, sondern als Redaktor der «Schweizerzeit» und als Politiker habe er den entsprechenden Artikel verfasst, liess er in einer Stellungnahme verlauten. Gibor habe in seinen Fällen nicht einfach als Anwalt gehandelt, sondern sich mit öffentlichen Äusserungen «erkennbar politisch» betätigt. Er müsse sich deshalb gefallen lassen, dafür kritisiert zu werden.

Mittlerweile sei Gibors Anwalt an den thurgauischen Anwaltsverband gelangt, damit dieser in der Auseinandersetzung der beiden Advokaten schlichte, heisst es im Artikel weiter. (sme.)

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