Jungfreisinnige lehnen Waffen-Initiative ab

Die Jungfreisinnigen Thurgau sagen Nein zur Volksinitiative «Für den Schutz vor Waffengebrauch». Auf Zustimmung stiessen hingegen die drei kantonalen Vorlagen.

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Weinfelden. Erstes Traktandum der Mitgliederversammlung der Jungfreisinnigen Thurgau war die Volksinitiative «Für den Schutz vor Waffengebrauch», welche Vorstandsmitglied Christian Grundlehner präsentierte. Nach der Vorstellung der Eckpunkte der Initiative entstand eine lebhafte Diskussion, welche sich um die Einlagerung von Armeewaffen im engeren Sinne, das zukünftige Schicksal des Obligatorischen und den Bestand der Schützenvereine drehte.

Obwohl einzelne Anliegen der Initianten durchaus bei den Mitgliedern auf Zustimmung stiessen, präsentierte sich das Resultat der Parolenfassung eindeutig. Auf sechs Nein-Stimmen entfiel eine Ja-Stimme, bei allerdings vier Enthaltungen.

Bruno Lüscher, Präsident der FDP Thurgau, stellte anschliessend die kantonalen Turnhallen-Projekte in Arbon und Weinfelden vor. Für kritische Fragen sorgten hier vor allem die hohen Baukosten und weniger die Notwendigkeit der Projekte an sich.

So wurde denn auch die Frage aufgeworfen, ob nicht vielleicht das öffentliche Beschaffungswesen einen Preiswettbewerb auf Seiten der Bauherren verhindert. Nach längerer Diskussion fassten die Thurgauer Jungfreisinnigen, für die als Bildungspartei die Notwendigkeit von Sportunterricht an Berufsschulen ausser Frage steht, für beide Kreditbegehren bei zwei Enthaltungen ohne Gegenstimme Ja-Parolen.

Unbestritten war die Anpassung der Verfassung des Kantons Thurgau, die ebenfalls Bruno Lüscher präsentierte. (pd/red.)

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