Junge EVP tritt mit Fantasy-Autor an

Bei den kommenden eidgenössischen Wahlen tritt erstmals eine Junge EVP mit einer eigenen Nationalratsliste an. Spitzenkandidat ist der Weinfelder Fantasy-Schriftsteller Jyoti Guptara.

Christof Lampart
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Die Junge EVP-Liste will mithelfen, dass die EVP des Kantons Thurgau einen Nationalratssitz gewinnt: Stefan Eggimann, Maria Schmidt, Jyoti Guptara, Timo Schramm, Deborah Meyer und Stephan Hofer (von links). (Bild: Christof Lampart)

Die Junge EVP-Liste will mithelfen, dass die EVP des Kantons Thurgau einen Nationalratssitz gewinnt: Stefan Eggimann, Maria Schmidt, Jyoti Guptara, Timo Schramm, Deborah Meyer und Stephan Hofer (von links). (Bild: Christof Lampart)

Frauenfeld. Die zwei Kandidatinnen und vier Kandidaten präsentierten sich am Freitag in einem Fotoatelier auf dem Frauenfelder Walzmühle-Areal. Die Ausgangslage ist klar: Dank der Listenverbindung mit GLP, BDP und EDU rückt ein Nationalratssitz für die Evangelische Volkspartei im Thurgau erstmals in Reichweite. Diese Chance, das betonte auch Parteipräsidentin Regula Streckeisen, wolle man unbedingt nutzen und ziehe deshalb mit einer EVP-Nachwuchsliste ins Feld.

Jede Stimme kann entscheiden

Den Jungen war denn auch anzumerken, dass sie höchst motiviert sind und einen für ihre Verhältnisse aktiven Wahlkampf bestreiten wollen. «Das, was wir hier machen, ist keine Alibiübung, sondern wir sind uns bewusst, dass wir durchaus das Zünglein an der Waage sein können, wenn es ans Auszählen geht», erklärte die Sirnacher Lehrerin Maria Schmidt. Sie selbst habe diese Erfahrung schon einmal gemacht. «Bei den letzten Kantonsratswahlen wäre ohne meine Stimmen ein EVP-Sitz an die EDU gegangen», so Schmidt, welche sich in Bern vor allem Bildungsfragen widmen würde. Als «Senior» mit Jahrgang 1979 steigt der Frauenfelder Betriebsökonom Stefan Eggimann ins Rennen. Er plädiert für «eine freie Wirtschaft, welche sich auch um Schwache kümmert» und zugleich um Sparsamkeit bei den Finanzen. «Es kann nicht sein, dass wir immer mehr ausgeben, als wir einnehmen.»

Guptara will Junge motivieren

Spitzenkandidat Jyoti Guptara, Weinfelden, will mit seiner Kandidatur vor allem Jugendlichen zeigen, dass sich ein politisches Engagement durchaus lohnen könne, denn «es kann nur mitgestalten, wer auch mitmacht».

Für die Nummer 2 auf der Liste, den Frauenfelder Theologiestudenten Timo Schramm, sind Themen wie Familie und Werte zentraler Bestandteil seiner politischen Weltsicht, aber auch vor dem «heissen» Eisen Ausländer wolle er nicht haltmachen.

Lernen, Energie zu sparen

Für Deborah Meyer aus Frauenfeld, welche gegenwärtig eine Ausbildung zur Primarlehrerin absolviert, ist die Energiepolitik ein wichtiges Thema: «Wir müssen – auch im Energieverbrauch – wieder vermehrt das Sparen lernen», so Meyer. Und für den Frauenfelder Umweltingenieur Stephan Hofer wäre schon viel erreicht, «wenn wir es endlich lernten, verantwortungsvoll mit unserer Erde umzugehen. Dazu gehört für mich auch unbedingt der Schutz ungeborenen Lebens.»

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