Jugendtreff neu im Schützenhaus

ESCHLIKON. Der Jugendtreff Eschlikon hat eine neue Heimat: Die Jugendlichen amüsieren sich jetzt im alten Schützenhaus. Umbauarbeiten sind bereits geplant. Zudem verabschiedet sich diese Woche Jugendtreff-Leiterin Jenny Kramer.

Thomas Ammann
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Beliebter Töggelikasten: Die Mädchen haben auch beim letzten Jugendtreff im Schuljahr viel Freude – obwohl der Abschied von Leiterin Jenny Kramer (Mitte) bevorsteht. (Bild: Nana do Carmo)

Beliebter Töggelikasten: Die Mädchen haben auch beim letzten Jugendtreff im Schuljahr viel Freude – obwohl der Abschied von Leiterin Jenny Kramer (Mitte) bevorsteht. (Bild: Nana do Carmo)

Eschlikon. Der Jugendtreff Utopia in Eschlikon hat eine turbulente Zeit hinter sich. Ende Jahr musste er aus dem Restaurant Frohsinn ausziehen, da das Haus dem Abbruch geweiht war. Kurzfristig fanden die Jugendlichen in einem ausrangierten Wohnwagen Unterschlupf – keine dauerhafte Lösung. Entsprechend intensiv suchten Stefan Wälti, Präsident der Jugendkommission Eschlikon (Juko) und seine Crew nach einem neuen Standort. Gefunden haben sie ihn im Schützenhaus. Dieses wird nicht mehr benützt, da die Gemeinde den Schiessstand stillgelegt hat (TZ berichtete).

Viel Platz zum Austoben

Wälti ist vom neuen Ort des Jugendtreffs überzeugt. «Es hat viel Platz, wo sich die Jungen austoben können.» Nicht weniger schwärmerisch äussert sich Jenny Kramer, die Leiterin des Jugendtreffs Utopia. «Das Schützenhaus ist etwas abgelegen am Dorfrand. Dadurch müssen wir nicht mehr so viel Rücksicht nehmen.» Trotzdem sei es mit dem Velo gut erreichbar.

Kramer hat zuletzt mit den Fünftklässlern Ideen zur Gestaltung der Räume gesammelt. «Die Kinder sollen ihren Spielort aktiv mitgestalten.» Zudem kündigt Stefan Wälti, der das Amt als Leiter der Jugendkommission abgegeben hat (siehe Befragt), bauliche Massnahmen an. «Die Fenster müssen erneuert und das ganze Haus dicht gemacht werden. Zudem fehlt eine Heizung.» Jenny Kramer ist überzeugt, dass sich die Investitionen lohnen werden. «Eschlikon braucht unbedingt einen Jugendtreff. Es hat so viele Kinder und alle sind so initiativ.»

Bis 50 Leute am Wochenende

Dies belegen nicht zuletzt die Besucherzahlen im ablaufenden Schuljahr. Während eines einjährigen Pilotprojekts hatte Utopia erstmals zweimal wöchentlich geöffnet. Am Mittwochnachmittag waren jeweils die Mittelstufenschüler eingeladen, am Freitag- oder Samstagabend war der Jugendtreff für die Oberstufenschüler offen. Das hat sich bewährt. «Am Wochenende waren immer 40 bis 50 Jugendliche hier. Und auch am Mittwoch kamen jeweils 20 bis 30», sagt Jenny Kramer. Klar sei die Anzahl auch wetterabhängig, «aber der Jugendtreff muss einen Platz bieten, an dem sich Jugendliche nach Lust und Laune treffen können».

Für die 23jährige Jenny Kramer geht mit dem Schuljahr auch ihre Tätigkeit zu Ende. Nach zwei Jahren im Thurgau zieht es sie zurück in die basellandschaftliche Heimat. «Es hat mir im Thurgau sehr gefallen. Die Arbeit in Eschlikon war eine Bereicherung, ich habe sie immer sehr gern gemacht.»

Jugendliche sollen mitgestalten

Beat Steiner, der neue Präsident der Juko Eschlikon, ist bereits auf der Suche nach einer Nachfolgerin (siehe Befragt). Er wird auch die Umbauarbeiten während der Sommerferien leiten. «Die Räume sollen mit einfachen baulichen Massnahmen wintertauglich gemacht werden», sagt Steiner. In weiteren Etappen sollten die Räume und der Aussenbereich für einen langfristigen Betrieb ausgebaut werden. «Wir wollen die Jugendlichen aktiv an den Umbau- und Gestaltungsarbeiten beteiligen», betont der Juko-Chef.