JUGENDFÖRDERUNG: Segelnde Preisträger

Der Spezialpreis 2017 der Stiftung für Jugendförderung im Thurgau wurde an den gemeinnützigen Verein Jugend Meersegeln Ocean Youth Sailing vergeben.

Margrith Pfister-Kübler
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Preisübergabe im Rohbau des Hochseesegelkatamarans «Arrow 1360». (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Preisübergabe im Rohbau des Hochseesegelkatamarans «Arrow 1360». (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Margrith Pfister-Kübler

thurgau@thurgauerzeitung.ch

Gebaut wird ein Hochseekatamaran. Dabei soll das verantwortungsvolle Handeln, Teamwork, Eigenständigkeit gefördert werden. Aber nicht nur während der Bauphase, sondern später auch in der theoretischen und praktischen Hochsee-Ausbildung. «Der Entscheid ist uns leicht­gefallen. Dieses grosse Engagement hat uns beeindruckt, deshalb hat dieses Team den Spezialpreis mehr als verdient», betonte Matthias Hotz, Präsident der Stiftung Jugendförderung Thurgau mit Sitz in Frauenfeld.

Die Stiftung wurde im Jahr 2000 gegründet. Stifter und Gründungspräsident Emil Halter hat sie anlässlich seines 75. Geburtstages geschaffen. Die Organisation unterstützt Leistungen und einzigartige Projekte von jungen Menschen im Thurgau, insbesondere in den Bereichen Sport, Bild und Kunst, die eine gewisse Nachhaltigkeit versprechen, die von kantonaler Bedeutung sind und bei denen die Freiwilligenarbeit zuoberst steht. Und heuer kam der gemeinnützige Verein Ocean Youth Sailing aus den Reihen des Jugend­segelns Steckborn in die Kränze.

Einblicke in die Baufortschritte

Die Preisverleihung in einer Bauhalle nahe des Hafens Bottighofen wurde umrahmt von einer Präsentation des Projektes, die eine geradezu euphorische Stimmung auslöste. «Chapeau» bis «grossartig» war von den Stiftungsräten Jugendförderung Thurgau zu vernehmen.

Damian Ruppen und Lukas Ruppen vom Verein Ocean Youth Sailing boten Einblick in die Baufortschritte des Hochseekatamarans «Arrow 1360». Der Gesamteindruck wurde vertieft durch die Blicke auf die Jugendlichen während ihres Arbeitseinsatzes. Wer wollte, konnte sich auch gleich in die Bauhelferliste eintragen: «Möchtest du mitbauen? Dann schreibe dich ein.» Es mache Spass und man lerne dabei, schwärmte zum Beispiel der 14-jährige Jan Villiger aus Romanshorn.

«Ihr habt mit eurem grossartigen Einsatz, Enthusiasmus mit riesigem Potenzial viel ausgelöst. Die Anerkennung ist mehr als verdient», lobte Stiftungsrat Bernhard Friedrich. Er stufte das «globale Verantwortungs- und Umweltbewusstsein dieser Jugendlichen» als Meilenstein ein.

Bis jetzt wurden rund 15000 Arbeitsstunden investiert. Das Gesamtbudget beträgt 30000 Franken. «Wir freuen uns über ­jeden Zustupf von Material bis Geld», betonten die Brüder Ruppen. Im Hochseesegeln wurden bisher schon 20 Personen ausgebildet. Im 2017 haben sich 16 dafür angemeldet.