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Jetzt müssen Private ran

Sieben Personen haben den Verein «Pumptrack Münchwilen» gegründet und so das Aus des von der Gemeinde initiierten Bike-Parks verhindert. Gegenwärtig prüft der Verein die konkreten Kosten und sucht nach neuen Mitgliedern.
Adrian Grzonka
Der Vorstand von «Pumptrack Münchwilen»: Michael Martin, Patrik Störchli, Pascal Strässle (Präsident) und vorne Dominic Tscharf. Auf dem Bild fehlen: Simon Egli, Herman Zünd und Bruno Selebam. (Bild: pd)

Der Vorstand von «Pumptrack Münchwilen»: Michael Martin, Patrik Störchli, Pascal Strässle (Präsident) und vorne Dominic Tscharf. Auf dem Bild fehlen: Simon Egli, Herman Zünd und Bruno Selebam. (Bild: pd)

MÜNCHWILEN. Noch vor einem halben Jahr stand das Projekt «Pumptrack Münchwilen» vor dem Aus. Es fehlte an Geld. Die Gemeinde blieb bei der Sponsorensuche erfolglos. Nun hat das Projekt wieder Fahrt aufgenommen: «Wir sind auf gutem Weg und sehr zuversichtlich, dass die Anlage zustande kommt», sagt Pascal Strässle, Präsident des kürzlich gegründeten Vereins «Pumptrack Münchwilen».

Initiator des Projekts war die Gemeinde Münchwilen, allen voran Gemeinderat Manfred Filliger vom Ressort Sport und Kultur. Aufgrund mangelnder Sponsoren, welche die Gemeinde für die Anlage gewinnen konnte, zog sie sich aber bald aus dem Projekt zurück und beschloss, dieses in private Hände zu legen. Für eine Gemeinde sei es oft schwieriger, Gönner zu finden, als für Private, begründete Filliger diesen Entscheid.

Im November wurde bei einer Orientierung für Interessenten im Gemeindehaus Münchwilen beschlossen, das Projekt neu zu lancieren. An einem zweiten Treffen Ende Januar waren sich die Interessenten bereits einig, dass die Realisierung der Anlage möglich ist. Noch an demselben Abend wurde der Verein Pumptrack Münchwilen ins Leben gerufen.

Einsparungen durch Eigenarbeit

Der Vorstand des Vereins hat sich mittlerweile konstituiert und die Arbeit aufgenommen. Gegenwärtig sei man mit verschiedenen Unternehmen, welche Pumptrack-Anlagen erstellen, für eine Offertstellung in Kontakt: «Als Initiatoren brauchen wir als erstes einen konkreten Kostenvoranschlag einer Baufirma, damit wir die Ausgaben möglichst genau umreissen können», sagt Filliger. Dabei habe sich gezeigt, dass in den letzten drei Jahren die Preise für den Bau von Pumptracks gesunken seien. Um die Ausgaben so tief wie möglich zu halten, versuche man zudem, so viele Eigenleistungen wie möglich einzubringen. Die nächsten Etappenziele sind, einen Vertragsentwurf für die Nutzung des Geländes auszuarbeiten, sowie eine erneute Baubewilligung zu erhalten. Bei beidem ist die Gemeinde Münchwilen involviert. Auch bei der Finanzierung ist sie weiterhin beteiligt: «Das Bankkonto mit Sponsoren-Beträgen aus der ersten Finanzierungsphase der Gemeinde gibt es immer noch. Falls das Projekt mit Privatspenden zustande kommt, wird dieses Geld in den Verein Pumptrack Münchwilen einfliessen», sagt Filliger. Dass dies geschieht, davon ist der Verein überzeugt: «Die Gründungsmitglieder glauben daran, dass der Pumptrack realisiert werden kann, sonst würden wir dafür nicht so viel Energie aufwenden», sagt Strässle. Denn der Mehrwert einer solchen Anlage wäre gross: «Vor allem Jugendliche, aber auch Leute anderen Alters können sich dort bewegen und ihre motorischen Fähigkeiten erproben.»

Breite Abstützung notwendig

Ausserdem sei ein Pumptrack viel weniger gefährlich als ein Skatepark, sagt Strässle: «Ein Anfänger kann auf einem Pumptrack gefahrlos fahren. Aber auch Profis können dort Spass haben.» Auf Pumptracks wird durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe Geschwindigkeit aufgenommen, ohne in die Pedalen zu treten. Für die noch ausstehende Restfinanzierung sucht der Verein neue Mitglieder. Eine breite Abstützung und Unterstützung in der Region sei auch längerfristig wichtig: «Sollte der Pumptrack zustande kommen, werden auch dann Freiwillige für den Unterhalt der Anlage benötigt,» sagt Strässle.

Eine Mitgliedschaft kann bei Dominic Tscharf beantragt werden: mitglieder@pumtrack.muenchwilen.gmail.com. Weitere Infos auf www.pumptrack-muenchwilen.ch

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