«Jetzt können wir in Notlagen Hand bieten»

Die Lions Clubs Kreuzlingen, Luxburg-Bodensee und Mannenbach-Salenstein sammelten am nationalen Lions-Day für das Kinderspitex-Projekt Hängematte. Nun konnten die Clubs der Hängematte 10 000 Franken überreichen.

Rita Kohn
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Lions-Mitglied Franz Bücheli und Spitex-Vertreter Thomas Engeli. (Bild: Rita Kohn)

Lions-Mitglied Franz Bücheli und Spitex-Vertreter Thomas Engeli. (Bild: Rita Kohn)

GÜTTINGEN. «Wir können mit diesem Geld sehr viel bewirken», sagte ein sichtlich gerührter Thomas Engeli bei der Übergabe eines Checks von 10 000 Franken durch die Lions Clubs am Bodensee. Der Initiant und Leiter des Projekts Hängematte erklärte der Delegation der drei Lions Clubs Kreuzlingen, Luxburg-Bodensee und Mannenbach-Salenstein, wie sich die finanzielle Hilfe für die Betroffenen in den nächsten Monaten auswirken wird.

«Jetzt können wir flexibler sein und in einer Notlage sofort Hand bieten», sagte Engeli. Jedes Wochenende kostet die Hängematte mehrere tausend Franken. Ein Teil dieser Kosten wird von verschiedenen Organisationen später zurückerstattet. «Der Betrag von den Lions gibt uns nun den notwendigen Puffer, einen Platz mehr anzubieten, ohne dass die Kostenfrage schon geklärt ist.» Rund 800 Kinder kamen bis jetzt in den Genuss der Hängematte. Der Bedarf wäre weit höher, sagt Thomas Engeli. Doch weil das Projekt weitgehend ohne öffentliche Gelder finanziert werden müsse, seien ihm sehr enge Grenzen gesteckt. «Jedes Kind, das wir aufnehmen können, ist für uns ein Erfolg.»

Das Generieren von Spenden, die das Projekt am Leben erhalten, ist aufwendig. Umso erfreuter war Thomas Engeli, als ihn die drei Lions Clubs am Bodensee baten, sein Projekt vorzustellen, damit sie darüber befinden könnten, ob die Hängematte Nutzniesser des Lions-Days sein solle.

Wie gross die Summe sein würde, die die Lions Clubs am 2. Juni sammeln würden, mochte sich Thomas Engeli nicht ausmalen. «Das ist so unberechenbar», sagt er. «Ich habe mich einfach darüber gefreut, dass diese Service-Clubs die Hängematte unterstützen wollen.» Er habe darauf vertraut, dass es ein qualitativ hochstehender Anlass sein werde. Das Ergebnis selber freue ihn natürlich sehr. Je nachdem, wie sich die Situation mit anderen Kostenträgern entwickle, könne es gut sein, dass die Hängematte über mehrere Monate von diesem Betrag zehren könne. Für die Hängematte sei schon alleine der Umstand, durch den Lions-Day an Bekanntheit gewonnen zu haben, sehr viel wert.