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Jetzt geht’s um die Wurst

Südsicht
Olaf Kühne

Bier und Wurst bilden eine perfekte Symbiose. Abstinenzler und Vegetarier mögen widersprechen, aber es ist halt einfach so. Und wenn’s dann noch beides gratis gibt, lacht das Schnäppchenjägerherz. Just diese Spezies wird nun aber im Hinterthurgau vor eine schier unlösbare Aufgabe gestellt. Zwar gibt’s in Fischingen Freibier und in Eschlikon Freiwurst.

Doch ganz so einfach ist die Sache nicht. Während in Fischingen am Samstag ein Besuch des Tages der offenen Tür des Klosters genügt, um seine Leber mit Chriesibier auf Trab zu halten, stellt sich einem unkomplizierten und kostenlosen Eschliker Wurstgenuss ein elfköpfiges Organisationskomitee in den Weg. Bekanntlich feiert die Gemeinde ihr historisches Alter von sage und schreibe 20 Jahren nicht einfach auf ein paar Festbänken. Zwar schon auf Bänkli, aber jetzt wird’s kompliziert. Im Rahmen der zahlreichen, wenn nicht zahllosen Jubiläumsanlässe hat die Gemeinde sechs Bücherbänkli eingeweiht; Ruhebänke mit Bücherkisten. Wursthungrige müssen nun mit einer Zange, die sich in jeder der sechs Kisten befindet, einen Talon abknipsen.

So eine Art OL für Intellektuelle. Erst dann gibt’s Ende August am Stockenholz-Fest eine Gratiswurst. Schnäppchenjäger stehen nun also vor der Herausforderung, entweder das Fischinger Bier über zwei Monate lang kaltzustellen oder auf den symbiotischen Bier-Wurst-Genuss zu verzichten. Befriedigend sind beide Varianten nicht.

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch

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