Ja zu neuen Gemeinderäumen

Mit grossem Mehr beendeten die Braunauer an der Gemeindeversammlung einen jahrelangen, dorfinternen Streit. Die Stimmbürger befürworteten an der Gemeindeversammlung den Kauf von Räumlichkeiten für die Verwaltung.

Christof Lampart
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Diskussion beendet. Die Braunauer Stimmbürger sprachen sich deutlich für den Kauf von Räumen für die Verwaltung aus. (Bild: Christof Lampart)

Diskussion beendet. Die Braunauer Stimmbürger sprachen sich deutlich für den Kauf von Räumen für die Verwaltung aus. (Bild: Christof Lampart)

BRAUNAU. 79 von 502 Stimmberechtigten fanden am Freitag den Weg in die Braunauer Turnhalle, um zum einen über das Budget und den Steuerfuss 2014, vor allem aber über das Traktandum «Erwerb Räume für Gemeindeverwaltung, Feuerwehrdepot und Entsorgungsplatz im Stockwerkeigentum» zu entscheiden. Am Ende fiel das Votum des Souveräns deutlich aus. 62 Personen sagten Ja, 7 Nein und 9 enthielten sich der Stimme. Damit sagten die Braunauer Ja zum Erwerb eines Stockwerkeigentums, das die Gemeinde 1,652 Millionen Franken kostet.

Alternativ hätte man das aus Verwaltungsräumlichkeiten, Feuerwehrdepot und Entsorgungsplatz bestehende Paket auch für monatlich 6580 Franken mieten können, doch sprach sich der Gemeinderat dagegen aus. «Wenn wir es kaufen, haben wir einen Wert in der Hand. Denn sollten wir die Räume irgendwann nicht mehr brauchen, können wir wieder eine Wohnung daraus machen und vermieten», sagte Braunaus Gemeindeammann David Zimmermann. Ausserdem erlaube die Finanzlage der Gemeinde – Braunau verfügt über rund 4,5 Millionen Franken Vermögen –, die Liegenschaft ohne Fremdfinanzierung zu erwerben.

Vorwürfe gegen Zimmermann

Dennoch musste sich der Gemeindeammann einige kritische Bemerkungen gefallen lassen. Er handle mit dieser Abstimmung undemokratisch, da man jetzt nur über Miete oder Kauf entscheiden könne. «Der Gemeindeammann ist unser Leithammel. Und der Leithammel führt uns an der Nase herum», sagte ein Redner. Die Anwesenden hatten jedoch von der Gemeindehausleidensgeschichte die Nase gestrichen voll und erteilten den Aufruf zur Ablehnung des Kaufvorhabens mit den Händen eine wuchtige Ablehnung.

Zahlreiche Strassensanierungen

Zu reden geben auch die Bauvorhaben der Gemeinde. So werden 2014 die Strasse vom Gebiet Oberhof Richtung Hitzliwies, die Gemeindestrasse östlich der Liegenschaft Eggenberger, Hitliwies zur Flurstrasse Richtung Breitenacker und die Strasse von der Kapelle nach Ueterschen saniert. Die Erneuerung von Belagsarbeiten auf der alten Riethüslistrasse und in der Gehrwies kommen hinzu, so dass für die Gesamtaufwendungen für die Strassen 190 000 Franken budgetiert wurden. 200 000 Franken kosten das Ersetzen der Niederspannungsleitung Tobelacker-Chläffler und der Neubau einer grösseren Trafostation Kirchensteig. Zudem soll der Rastplatz Büel durch die Erneuerung der Waldhütte und der Grillstellen als Familienplatz aufgewertet werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 35 000 Franken.