ISLIKON: «Fürio, de Bach brennt!»

Ein vielseitiges Dorffest mit der traditionellen Lichterschwemme auf dem nächtlichen Tegelbach: Das war am Sonntag die 207. Latäri.

Andreas Taverner
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Die grosse Latäri-Laterne schwimmt auf dem Tegelbach, im Hintergrund die Isliker Schüler mit ihren Lichtern. (Bild: Andreas Taverner)

Die grosse Latäri-Laterne schwimmt auf dem Tegelbach, im Hintergrund die Isliker Schüler mit ihren Lichtern. (Bild: Andreas Taverner)

«Du musst kaufen, nicht schauen», ermuntert ein Standbetreiber einen Kunden. Dieser flaniert den Ständen entlang vor dem Schulhaus Islikon. Es gibt aber auch ein reichhaltiges Angebot. Wie wäre es mit selber Bagger ausprobieren? Oder dem Konzert der Jugendmusik Islikon-Kefikon zu lauschen? Plötzlich ertönt Sirenengeheul. Punkt 14 Uhr wird probehalber und für die Zuschauer das Vorgehen der Feuerwehr Gachnang bei einem Autobrand vorgeführt. Gemeinderat Denis Bach erklärt, unterstützt von Feuerwehrkommandant Bruno Gasser, was wann wie gemacht wird. Nebenan ist der Stand der Polizei. Hier erfahren die Kinder den Unterschied zwischen dunkler, nicht reflektierender Kleidung und reflektierender.

«Hier unter dem Dreck hat es Gold», ermuntert der Baggerführer einen Jungen. Tatsächlich aber finden sie einen Teil einer alten Wasserleitung. Die schon gute Stimmung erreicht nach Sonnenuntergang langsam ihren Höhepunkt. Die Latäri-Lampen entlang dem Tegelbach und der Schulstrasse werden mit brennenden Kerzen zum Leuchten gebracht. Gemeinderat Bach erinnert daran, dass heuer die 207. Latäri stattfindet. In der Zwischenzeit laufen die Kinder mit ihren Laternen durch Islikon. Danach geht es auf die Wiese, die direkt am Bach ist. Gegenüber ist sehr viel Publikum. Alle warten gespannt, bis die brennende Laterne den Tegelbach hinunter schaukelt. Aus über 300 Schülerkehlen ertönt: «Fürio, de Bach brennt. D’Isliker händ en azündt. D’Chefiker chömed cho lösche mit hunderttuusig Frösche.» Zum Schluss wird ein mehrminütiges, farbiges Feuerwerk abgebrannt. So geht die lebendige Dorftradition zu Ende.