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ISLIKON: Das Tor zum Thurgau feiert

Vor 750 Jahren tauchte das Dorf am Tegelbach erstmals in schriftlichen Dokumenten auf. Den runden Geburtstag feiern die Isliker kommende Woche mit Zirkus, Ansprache und Musikshow.
Stefan Hilzinger
Dorfvereinspräsident Rudolf Hohl lobt die gute Infrastruktur in Islikon. (Bild: Donato Caspari)

Dorfvereinspräsident Rudolf Hohl lobt die gute Infrastruktur in Islikon. (Bild: Donato Caspari)

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

Mit Gachnang und Islikon verhält es sich ähnlich wie mit Bern und Zürich: Bern ist zwar die Bundesstadt, aber Zürich das wirtschaftliche Zentrum. Das ältere Gachnang gab der Gemeinde am Tor zum Kanton Thurgau zwar den Namen, aber Islikon ist das wirtschaftliche Herz. Das hat viel mit Bernhard Greuter zu tun, dem Pionier der Textilindustrie, und mit der guten Anbindung an die Verkehrswege (siehe Box).

Von der guten Erschliessung durch Schiene und Strasse schwärmt auch Rudolf Hohl. Der gebürtige Appenzeller wohnt seit zehn Jahren in Islikon und ist seit kurzem Präsident des Dorfvereins. Der Verein lädt gemeinsam mit Schulgemeinde und Musikverein heute in einer Woche zu einem Jubiläumsfest. Das Dorf ist im Jahr 1263 erstmals schriftlich erwähnt worden. Grund genug, alle Einwohner der Gemeinde zu einem Fest beim Isliker Schulhaus einzuladen. Gemeindepräsident Matthias Müller hält die Ansprache. Die Primarschüler laden zu einer Zirkusvorstellung, die sie zum Schulschluss in einer Projektwoche auf die Beine gestellt haben. Als Schlussbouquet der Feier wartet laut Hohl ein besonderer Leckerbissen: Die Musikshow der Musikgesellschaft Islikon-Kefikon unter dem Motto «Feuer und Wasser – Fürio».

Noch gibt es eine Post und einen bedienten Bahnhof

«Fürio de Bach brennt» schreien die Isliker Schulkinder jeweils am Frühjahrsbrauch Latäri, der im Dorf mit viel Begeisterung gefeiert wird. «Unser Dorf bietet wirklich viel», sagt Hohl. Vereine, Arbeitsplätze und Infrastruktur wie Läden, Restaurants und Hotels. «Noch haben wir auch eine Post und einen bedienten Bahnhof», sagt Hohl.

Es droht die Verschlafdorfung

Das Dorf ist – wie die ganze Gemeinde – in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gewachsen. Bautätigkeit und Bevölkerungswachstum hätten ihre guten Seiten, sagt Hohl. Es helfe, die Infrastruktur zu erhalten. Doch bestehe die latente Gefahr, dass Islikon zu einem Schlafdorf werde. «Es wäre schön, wenn sich die Neuzugezogenen mehr am Dorfleben beteiligen würden.»

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