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ISELISBERG: Fährtenlesen mit 900 PS

Das «Tractor Pulling» stand unter einem guten Stern, bekamen doch die zahlreichen Traktor-Fans jeden Alters guten Sport mit viel Geschicklichkeit zu sehen.
Christof Lampart
Ob Nachwuchsfahrer oder Routinier – alle legten sich beim Tractor Pulling am Iselisberg ins Zeug. (Bild: Christof Lampart)

Ob Nachwuchsfahrer oder Routinier – alle legten sich beim Tractor Pulling am Iselisberg ins Zeug. (Bild: Christof Lampart)

Christof Lampart

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Bereits zum 13. Mal stand am Wochenende das von vielen «Pullern» – so die offizielle Bezeichnung der Starter – geliebte «Tractor Pulling» auf dem Gebiet Uesslingen-Buchs auf dem Programm. Die schöne Lage am Hang, das hervorragende Sommerwetter und die zahlreichen Besucher aus Nah und Fern, liessen am Samstagnachmittag das bäuerliche Motorenspektakel zum Anlass für Gross und Klein werden.

«Hier geht es um Technik, um fahrerisches Geschick und halt auch ums ganze Drumherum. Hier herrscht immer eine Bombenstimmung», beschreibt Esther aus Sumiswald, was für sie die Faszination am «Tractor Pulling» ausmacht. Und diesem Gefühl frönen an diesem Wochenende viele. Dabei ist es von Vorteil, dass das «Traktorschleppen» ganz leicht zu verstehen ist: Es gewinnt der Traktor, welcher einen Ballast – damit ist der Bremswagen gemeint – am weitesten zu ziehen vermag.

Iselisberg ist nicht der grösste Anlass seiner Art. Das genau macht den Charme des hiesigen «Traktorschleppens» aus. Die Zuschauer stehen ganz nahe an der Abgrenzung, vor sich die Traktoren, hinter sich die zahlreichen Buden und Imbissstände. Hier ist alles kompakt an einem Platz. Man sieht praktisch alles von überallher. Die Traktoren fahren keineswegs so schnell, dass man sie nicht ganz genau unter die Lupe nehmen könnte. Denn anders als bei sonstigen Motorsport-Veranstaltungen spielt hier die Geschwindigkeit überhaupt keine Rolle. Gefragt sind, neben der reinen Kraft – die stärksten Motoren leisten bis zu 900 PS – fahrerisches Geschick und die Fähigkeit des Fahrers, den Parcours richtig «lesen» zu ­können.

Roland Morgenthaler, von den «Power Pullern» aus Engwilen, startet sonntags. Der Landschaftsgärtner erklärt, auf was man als Fahrer genau achten muss, wenn man sich auf die maximal 100 Meter lange Strecke begibt. «Du musst mit der Vorderachse des Traktors möglichst dich über dem Boden bleiben. Mit dem richtigen Reifendruck und genau ausbalancierten Zusatzgewichten versuchen alle ihre Traktoren vor dem Start, den Bahnverhältnissen richtig anzupassen.» Die Motorenleistung ist zwar wichtig, aber noch lange nicht alles: «In der Regel gewinnt, wer die Strecke am besten lesen und somit die Herausforderung richtig einschätzen kann.» Roland Morgenthaler hatte im Winter zu wenig Zeit, um an seiner Maschine zu arbeiten: «Meine Pneus haben zu viel Profil für den Boden. Ich wäre froh, wenn ich im ersten Drittel der Rangliste lande.»

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