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ISELISBERG: 200 Schafe in Iselisberg gestorben

Im grössten Milchschafbetrieb der Schweiz sind über 200 Schafe an Botulismus verendet. Für die Vergiftung waren Tierkadaver im Futter der Schafe verantwortlich. Vor kurzer Zeit sind in Gachnang bereits über 60 Kühe an der Vergiftung gestorben.
In einem landwirtschaftlichen Betrieb in Iselisberg ist es zu einer Tragödie gekommen: 200 Schafe sind gestorben. (Bild: Donto Caspari/Symbolbild)

In einem landwirtschaftlichen Betrieb in Iselisberg ist es zu einer Tragödie gekommen: 200 Schafe sind gestorben. (Bild: Donto Caspari/Symbolbild)

ISELISBERG. Die 200 Schafe sind in den vergangenen Tagen auf einem Milchschafbetrieb in Iselisberg an Botulismus verendet, voraussichtlich werden noch weitere Schafe sterben. Die Todesursache war zu Beginn unklar, wie die Staatskanzlei Thurgau mitteilt. Aus diesem Grund konnte eine Seuche nicht ausgeschlossen werden, worauf der Tierhalter das Veterinäramt des Kantons Thurgau informierte. In einem vorläufigen Bericht kommt das Tierspital Zürich zu folgendem Schluss: "Aufgrund der Untersuchungen kann eine infektiöse Erkrankung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Die Befunde sprechen mit grösster Wahrscheinlichkeit für eine Vergiftung. Es besteht hochgradiger Verdacht auf Botulismus."

Nervengift tötet Tiere
Das Nervengift Botulinumtoxin, das in der Human- und Schönheitsmedizin als Botox bekannt ist, entsteht durch Bakterien bei der Verwesung des Tierkadavers. Laut dem Thurgauer Kantonstierarzt Paul Witzig gab es in der Vergangenheit immer wieder Fälle von Vergiftung durch das Botulinumtoxin. Das Nervengift führt schon in geringsten Mengen zum Tod der Tiere durch Fleischvergiftung.

Bei den grossen Erntemaschinen, hohen Geschwindigkeiten bei der Ernte und der Aufbereitung des Futters in Futtermischwagen können ohne weiteres Tierkadaver wie Wildtiere oder Katzen ins Futter gelangen, ohne dass dies erkannt wird. Danach könnten in verunreinigtem Futter Bakterien wachsen, die das Gift bilden.

Schafe gegen Botulismus impfen
Die Krankheit kann nicht vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Trotzdem habe der betroffene Tierhalter dafür gesorgt, dass ab sofort keine Milch von seinen Schafen mehr auf den Markt gelangt ist, schreibt das Veterniäramt weiter.

Der betroffene Tierhalter führt in Iselisberg den grössten Milchschafbetrieb der Schweiz, er hält rund 700 Schafe. Weil es sich bei Botulismus nicht um eine Seuche handelt, trägt die öffentliche Hand gemäss heutiger Gesetzgebung nichts zum finanziellen Schaden bei. Für den betroffenen Tierhalter sei klar, dass er seine Tiere künftig gegen Botulismus impfen wird.

Kürzlich 60 Kühe verendet
Bereits im April sind 60 Kühe in Gachnang an Botulismus gestorben. Neben der psychischen Belastung für den Landwirt kam ein erheblicher finanzieller Verlust hinzu. Die Tiere waren nicht versichert, der Schaden belief sich auf rund eine Viertelmillion Franken. (sda/jor)

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