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Irgendwie historisch

Südsicht
Olaf Kühne

Allzu leichtfertig sollte man mit dem Prädikat «historisch» nicht um sich werfen. Zumal das politische Geschehen, welches Münchwilen derzeit umtreibt, auch mit «bemerkenswert» schon ganz gut umschrieben ist. Klar, am 21. Mai dürfen auch die Münchwiler, zumindest die stimmberechtigten, ihren Senf zum eidgenössischen Energiegesetz geben. Aber Solarzellen, Fernwärme und so Zeugs gibt’s im Bezirkshauptort schon. Und den Atommüll will die Nagra eh im Kanton Zürich verbuddeln. Gut, ein paar nette Subventionen für dieses und jenes winken. Geschenkt. Denn in einem Monat sind die Münchwiler für weitaus Bedeutenderes an die Urne gerufen.

Entscheiden sie sich für die Bildung einer Einheitsgemeinde, tragen sie sich damit selber in die Geschichtsbücher ein – oder wenigstens ins Gemeindearchiv. Also doch irgendwie historisch, das Ganze. Dass sie am selben Wochenende auch einen Schulpräsidenten wählen, ist dabei mehr als nur eine Randnotiz. Tritt doch mit dem Bisherigen Thomas Wyser ein dezidierter Gegner eines Zusammenschlusses von Politischer und Schulgemeinde an.

Anders seine beiden Herausforderer: Lukas Weinhappl, jungliberal bis in die Zehenspitzen, ist es egal. Und Manfred Filliger sitzt bereits im Gemeinderat, hat die Einheitsgemeinde also schon vollzogen. Nun lassen wir uns überraschen, was das Nein-Komitee an der morgigen Pressekonferenz zu sagen hat. Denn dass ein solches Komitee auf lokaler Ebene überhaupt existiert, ist zwar nicht wirklich historisch, sicher aber bemerkenswert.

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch

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