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INTERVIEW: Architekt des Uttwiler Luxusresorts: "Hier ziehen keine Scheichs ein"

Die Nachfrage nach Wohnungen im Luxusresort "Le Port du Navire" in Uttwil ist dreimal so hoch wie das Bauvolumen. Und die künftigen Bewohner würden sich nicht für etwas Besseres halten. Das sagt Architekt Stefan Boettle.
Tanja von Arx
Diese Aussicht werden die Käufer geniessen können. (Bild: Reto Martin)

Diese Aussicht werden die Käufer geniessen können. (Bild: Reto Martin)

Herr Boettle, die Anwohner fragen sich, ob im geplanten Luxusresort vielleicht bald Scheichs aus Dubai wohnen werden.
(lacht) Nein, definitiv nicht! Unsere Klientel besteht vorwiegend aus Schweizern. Die meisten kommen in einen neuen Lebensabschnitt und wollen sich ein wenig zur Ruhe setzen. Viele kennen den Ort, sie kennen die Gemeinde und sie wollen nach Uttwil.

Es sind also keine besser Gestellten, die sich abschotten möchten?
Im Gegenteil. Das sind sympathische, liebenswerte Menschen und sie halten sich nicht für etwas Besseres. Auf Seiten der Architekten und der Bauherrschaft nehmen wir ein aussergewöhnlich positives Feedback wahr: Die Käufer freuen sich nicht nur auf die geplanten Eignerwohnungen, sondern auch darauf, sich in eine Gemeinschaft im Rahmen der Überbauung einzubringen und in der Ortschaft selbst.

Was meinen Sie mit ‹sich in die Überbauung einbringen›?
Das ist unser Konzept: Wir von der Green Architecture GmbH und unser Auftraggeber LN Immo AG handeln nicht nur mit Immobilien. Wir schauen auch, dass die Bewohner einer Überbauung zusammenpassen. Viele von ihnen sind Freunde. Vielleicht sind diese Vorurteile wegen des Portiers und des Zauns aufgekommen. Lassen Sie es mich erklären.

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In Uttwil entsteht eine Luxusresidenz

Nur zu.
Der ein Meter hohe Zaun, welcher auf der östlichen Seite das Grundstück gegen den See abgrenzt, bleibt so bestehen. Der Concierge ist in erster Linie für einen 24-Stunden-Service zuständig: Er empfängt Gäste, holt die Post ab oder koordiniert Dienste, welche die Bewohner buchen können. Der Aspekt "Sicherheit" spielt eine untergeordnete Rolle. Auf der andern Seite haben wir noch den Campingplatz und somit einen Haufen Nachbarn.

Dann sind die Sorgen der Uttwiler unbegründet?
Absolut. Wir tun nichts Heimliches, wir haben nichts zu verstecken.

Wie stehen denn die Bewohner zu so viel Offenheit?
Es ist das, wonach sie suchen. Denn ihr primäres Ziel ist es sich wohl zu fühlen. Sie wollen ein wenig zurückgezogen sein und nicht selten nach viel Arbeit im Leben ihre Zeit geniessen können. Das ist möglich, indem ihnen eine Vielzahl an Diensten zur Verfügung steht.

Können Sie das erklären?
Die Käufer können über eine App Services buchen. Diese stellen externe Dienstleister und der Concierge koordiniert sie. Dazu zählen etwa Kinokarten beziehen, im Restaurant reservieren oder für die Rückkehr nach dem Urlaub den Kühlschrank füllen. Sie zahlen ganz einfach eine Grundgebühr und übernehmen dann die Kosten für einzelne Dienstleistungen, vergleichbar mit der Praxis in einem Fünf-Sterne-Hotel.

Trotz all dieser verlockenden Extras: Gibt es Ihnen nicht zu denken, dass der Vertrieb anderer Projekte am See eher schleppend läuft?
Ganz wichtig: Ein solches Projekt mit diesem Full Service gibt es in der Schweiz noch nicht in der Form. Wir bedienen somit eine Nische. Dies ist übrigens das Tätigkeitsfeld unserer Firma: Wir bauen gegenteilig auch tiefpreisige Sozialwohnungen und kostengünstige Green Homes für junge Familien, denn übersättigt ist in erster Linie der Markt im mittleren Segment. Und der Erfolg gibt uns recht.

Stefan Boettle, CEO Green Architecture GmbH, Bottighofen. (Bild: Reto Martin)

Stefan Boettle, CEO Green Architecture GmbH, Bottighofen. (Bild: Reto Martin)

Stichwort Preis: Wie viel kosten die Luxuswohnungen?
Unsere Preise sind vergleichbar mit jenen ähnlicher Objekte am See auf Schweizer Seite, doch wir sind teilweise günstiger als die Konkurrenz und haben eine deutlich höhere Ausstattungsqualität. Unsere Wohnungen sind in der Regel grösser, die Flächen umfassen 160 bis 550 Quadratmeter. Jede einzelne verfügt, wie ansonsten nicht immer der Fall, über Seesicht. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Eignersuiten kosten zwischen 1,6 und über fünf Millionen Franken.

Geplant sind 17 Wohnungen verteilt auf drei Gebäude. Wie hoch sind die Investitionen vor dem Hintergrund dieses Bauvolumens?
Über den Daumen gepeilt liegen die Investitionen bei weit über 50 Millionen Franken.

Das wohl fast Wichtigste zum Schluss: Dem Vernehmen nach läuft der Verkauf gut? Sie sagten, der Erfolg würde Ihnen recht geben.
Wir haben nur noch wenige Eignersuiten und das Drei- oder Vierfache an Anfragen. Auch internationale, aber wie gesagt haben wirklich Schweizer die Vorverträge unterzeichnet. Wir könnten somit das Dreifache bauen.

17 Wohnungen auf 17'000 Quadratmetern

Beim ehemaligen Hauptsitz der Reederei Hanseatic Lloyd entsteht eine Luxusresidenz. Im sogenannten "Le Port du Navire" werden die Bewohner mit 24-Stunden-Rundumservice wie im First Class Hotel leben. Der Portier ist gleichzeitig der Concierge. Vorgesehen sind ein gemeinsames Hallenbad mit Wellness- und Fitnessbereich sowie private Pools. Die Tiefgarage umfasst 51 Plätze, es gibt ein Classic Car Center für elf Fahrzeuge. Das frühere Firmengebäude wird umgebaut. Zwei weitere Wohnhäuser entstehen, die an Yachten erinnern, das alles auf insgesamt 17'000 Quadratmetern. Baubeginn ist nächsten Monat. Für die Pläne verantwortlich zeichnet die Green Architecture GmbH mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Sitz in Bottighofen. Deren CEO ist Stefan Boettle. Der Geschäftsführer hat bereits Erfahrung mit ähnlich gelagerten Projekten im Ausland, etwa auf den Malediven und Mallorca. (tva)

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