Integrationszwang in seltenen Fällen

FRAUENFELD. Letztes Jahr hat der Kanton Thurgau mit 192 zugezogenen Ausländerinnen und Ausländern eine Integrationsvereinbarung abgeschlossen. Eine solche Vereinbarung kann etwa eine Familie verpflichten, dass alle Angehörigen Deutsch lernen – auch die Frauen.

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FRAUENFELD. Letztes Jahr hat der Kanton Thurgau mit 192 zugezogenen Ausländerinnen und Ausländern eine Integrationsvereinbarung abgeschlossen. Eine solche Vereinbarung kann etwa eine Familie verpflichten, dass alle Angehörigen Deutsch lernen – auch die Frauen. Nach heutigem Bundesrecht sei der Kreis jener Ausländer, mit denen solche Vereinbarungen abgeschlossen werden können, klein, schreibt der Regierungsrat auf eine Einfache Anfrage von Kantonsrätin Regina Rüetschi (GP, Frauenfeld). Personen aus EU und Efta-Staaten seien von dieser Möglichkeit ausgenommen. Sie könnten nur durch Empfehlungen erreicht werden. Eine systematische Erfassung für Vereinbarungen sei nicht möglich, schreibt die Regierung. 2012 seien 6678 Ausländer neu im Thurgau registriert worden. (wid)