In Tägerwilen fliegen die Pfeile

In Tägerwilen trafen sich die besten Darts-Spieler der Schweiz zu den Schweizer Meisterschaften. Die Dreifachhalle war zwar auch für Zuschauer geöffnet. Die liessen sich aber kaum blicken – Darts sei vor allem Kopfsache und daher für Zuschauer wenig spannend, sagen Spieler.

Aylin Erol
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Schiedsrichter gibt es keine. Die Automaten registrieren die Treffer selber. (Bilder: Nana do Carmo)

Schiedsrichter gibt es keine. Die Automaten registrieren die Treffer selber. (Bilder: Nana do Carmo)

TÄGERWILEN. Die siebzig Zielscheiben waren übers Wochenende unter starkem Beschuss. In der Dreifachhalle in Tägerwilen fand die Schweizer Darts-Meisterschaft statt. Mehr als fünfhundert Spieler kämpften um den Sieg. Abgesehen von einem Preisgeld von 500 Franken für die Männer und 250 Franken für die Frauen, winkten auch ein Einzug in die Schweizer Nationalmannschaft und somit die Teilnahme an der nächsten Europameisterschaft in Spanien.

«Die Ostschweiz gehört zu den stärksten Regionen der Schweiz im Darts», sagt Thomas Weber, der Geschäftsführer des Verbands zur Förderung der Compactsportarten. Dies könnte ein guter Grund sein, weshalb sich der Dart Club T.O.M. aus Kreuzlingen für Tägerwilen entschied. Die Dreifachhalle wurde mit siebzig E-Darts-Automaten und Festbänken ausgestattet. Im Abstand von 2,37 Meter schossen die Teilnehmer auf die Zielscheiben. Schiedsrichter gibt es keine.

Im Festzelt vor dem Halleneingang konnten sich Teilnehmer und Zuschauer stärken. «Wir nehmen an, dass es höchstens 50 Zuschauer dieses Wochenende in die Halle trieb», sagt Weber. Darts sei mehr Kopfsache und deshalb weniger spannend für Zuschauer. Der Gemeindeammann von Tägerwilen, Markus Thalmann, schaute dennoch vorbei: «Es freut mich, dass die Turnhalle für solche sportlichen Ereignisse genutzt werden kann. Dies ist eine Bereicherung für die ganze Gemeinde.»

Am Freitag kämpften 128 Männer und 64 Frauen um den ersten Platz der Schweizer Darts-Rangliste, während in den darauffolgenden Tagen die Schweizer Meister der unterschiedlichen Ligen und auch der Junioren erkoren wurden.

Die Spieler werfen die Pfeile aus 2,37 Meter Abstand auf die Zielscheibe. (Bild: Nana do Carmo / TZ)

Die Spieler werfen die Pfeile aus 2,37 Meter Abstand auf die Zielscheibe. (Bild: Nana do Carmo / TZ)

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