In Scharen zum Frühschoppen im Zelt

Über 600 Gäste haben gestern Pfingstmontag das Frühschoppenkonzert der Manser-Buebe in Hörhausen besucht. Die Besucher genossen dabei noch weitere volkstümliche Musik der Seerugge-Feger und der Alphornspielerin Lisa Stoll.

Manuela Olgiati
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Kinder tanzen zur volkstümlichen Musik der Original Manser-Buebe. (Bild: Manuela Olgiati)

Kinder tanzen zur volkstümlichen Musik der Original Manser-Buebe. (Bild: Manuela Olgiati)

HÖRHAUSEN. «Frühschoppenkonzerte gibt es leider immer weniger», sagt Sepp Manser von den Original Manser-Buebe. Es gibt einige dieser Buebe und sie sind alle miteinander verwandt. Die Familienformation feierte mit dem 30-Jahr-Jubiläum vor zwei Jahren mit dem Frühschoppenkonzert einen grossen Erfolg im beschaulichen Hörhausen. Und wenn die Manser-Buebe zum Konzert einladen, dann füllt sich ein grosses Zelt in Windeseile. Am Pfingstmontag gaben die bekannten Seerugge-Feger, die Original Manser-Buebe und die jungen Manser-Buebe ein weiteres Frühschoppenkonzert.

Volksmusik in den Genen

Als Gastmusikerin faszinierte Lisa Stoll solistisch auf ihrem Alphorn. Die Manser-Buebe kenne sie von anderen Auftritten, sagt die 20jährige Alphorn-Spielerin aus Wilchingen. Obwohl heute jeder Volksmusik möge, hat sie kaum mit einem solchen Publikumsaufmarsch gerechnet. Im Festzelt in Hörhausen sind alle Altersgruppen vertreten. Viele junge Leute und Familien mit Kindern singen und klatschen begeistert mit. «Die Stimmung ist perfekt», schwärmt Besucherin Patrizia Wälle aus Wigoltingen. Martin Laager aus Oberhofen bewundert die Manser-Buebe, die alles ohne Noten spielen.

Unterschied nach Generationen

Platz für 500 Personen war im beheizten Zelt vorhanden. Bereits kurz nach 10 Uhr wurden weitere Festbänke aufgestellt. Dazu spielten vier der jungen Manser-Buebe auf dem Schwyzerörgeli und Raphael Manser auf der Bassgeige. Bei den Manser-Buebe ist der jüngste, Philipp Manser, 23 Jahre alt, der älteste Manser-Bueb ist der 65jährige Sepp Manser. Seit 32 Jahren unterhalten die Manser-Buebe die Freunde der Volksmusik. Im Festzelt wird das ganze Repertoire gespielt, darunter ist viel- bekannte, selber komponierte Musik. Als Pendant zu den Instrumenten hatten die älteren Manser-Buebe stimmige Lieder vorbereitet. Das Talerschwingen gehörte zum gerngesehenen Augenschmaus und über die Witze lachte jeder herzhaft mit.

Sie fegten über die Bühne

Dann fegte es weiter auf der Bühne. Weit herum bekannt sind die Seerugge-Feger – die vier Cousins aus Hörhausen mit Philipp, Fabian und Tobias Manser sowie Sandro Holenstein. Sie sorgten im Festzelt für eine bombastische Stimmung – mit «Chrüsimüsi-Musik», wie Fabian Manser mit einem verschmitzten Lachen erklärte – «gerade so, wie es uns gefällt».

Die Gäste konnten sich in den Pausen in der leistungsstarken Festwirtschaft stärken oder sich auf einen Schwatz an der Durstlöschbar oder an den Stand mit feiner Bauernhof-Glace begeben und weiter den Feiertag geniessen.