In Neunforn ist Holz begehrt

An der Holzgant war das Angebot kleiner als die Nachfrage. Manch einer hätte gern mehr gekauft.

Therese Gerber
Drucken
An der Versteigerung rissen sich die Neunforner um die Holzscheite. (Bild: Therese Gerber)

An der Versteigerung rissen sich die Neunforner um die Holzscheite. (Bild: Therese Gerber)

Neunforn. Gantrufer Felix Gredig, als Neunforner Gemeinderat mit dem Ressort «Wald» betreut, erklärt die Regeln des Ersteigerns. In anderen Jahren sei auch schon die doppelte Menge an Brennholz zum Verkauf gestanden, sagt er. Der Startpreis hängt von der Holzart und der Dichte der Beige ab.

Wer bietet mehr?

Die Stimmung ist gut, die Mehrheit der Anwesenden bietet aktiv mit. Von Anfang an wird im Neunforner Wald fleissig geboten, hin- und hergerufen. Ein erfahrener Käufer bietet kurz vor dem Zuschlag nochmals fünf Franken mehr.

Ein Paar teilt sich die Arbeit, indem er bietet und sie die Rechnung erhält. Ein Käufer, der zum ersten Mal dabei ist, überbietet sich selber, es wird viel gescherzt und gelacht. «Alex, du hast zwei Klafter nebeneinander gekauft, wieso nicht auch noch das Ster daneben?», wird er gefragt. Er habe nicht genug Platz dafür unter seinem Vordach, gibt er lachend zur Antwort. Ein Ganthelfer notiert die Namen der Käuferinnen und Käufer und die erzielten Preise.

Als er vor dem Zuschlag einen Namen aufschreibt und dieser dann doch nicht der Gewinner ist, ermuntern ihn die Besucher mit kecken Sprüchen: «Paul, biete nochmals, oder du bekommst halt die Rechnung.»

Andere Lieferanten suchen

Nach 45 Minuten ist das Holz verkauft, der Neunforner Gemeinderat ist zufrieden.

Manch ein Besucher hätte noch mehr für seine Holzfeuerung gekauft, doch nun hofft man auf die Gant in der Nachbarsgemeinde oder sucht sich andere Lieferanten. Statt im Fitnesscenter werden nun die Muskeln mit dem ersteigerten Holz gestählt.

Aktuelle Nachrichten