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In grossen Schritten auf 25 000 zu

Frauenfeld erlebt derzeit einen Wohnbauboom. Aktuell befinden sich auf Stadtgebiet 471 Wohnungen im Bau. Stadtpräsident Anders Stokholm rechnet damit, dass die 25 000-Einwohner-Marke schon bis Ende Jahr erreicht ist.
Mathias Frei

FRAUENFELD. Auf dem Stadtgebiet werden Wohnungen gebaut, als gäbe kein Morgen. Von einer «Bautätigkeit auf nach wie vor hohem Niveau, insbesondere bei Wohnbauten» spricht Stadtrat Urs Müller, Vorsteher des Departements für Bau und Verkehr. Diese Bautätigkeit widerspiegelt sich in konkreten Zahlen: Derzeit befinden sich 471 Wohnungen im Bau, davon die allermeisten in Mehrfamilienhäusern. Geht man davon aus, dass eine Wohnung im Schnitt von zwei Personen bewohnt wird, könnte Frauenfelds Bevölkerung durch diese Neubauten in den kommenden ein bis zwei Jahren um fast 950 Personen steigen. Gemäss kantonaler Dienststelle für Statistik besteht ein Frauenfelder Haushalt aus 2,17 Personen (Stand: 2014).

200 bis 300 Personen jährlich

So ist es nur eine Frage der Zeit, bis die 25 000-Einwohner-Marke überschritten ist. Ende 2015 lebten 24 700 Personen in Frauenfeld. Stadtpräsident Anders Stokholm rechnet damit, dass die Marke schon Ende Jahr erreicht ist. Denn die Thurgauer Kantonshauptstadt wuchs in den vergangenen Jahren jeweils um 200 bis 300 Personen jährlich. «An sich ist das einfach eine Zahl, die aber gleichwohl Beachtung findet», sagt Stokholm. Ob und in welchem Masse diese Marke gefeiert wird, weiss er noch nicht. Was für ihn aber klar ist: «Die Bautätigkeit ist ein Indikator dafür, dass Investoren weiter Potenzial sehen am Standort Frauenfeld.»

Die Stadt ist ob der grossen Wohnbautätigkeit positiv gestimmt. «Der Stadtrat ist an einem qualitativen Wachstum interessiert», sagt denn auch Stadtrat Müller. Einen anderen wichtigen Zeiger für die Bautätigkeit sieht Müller in der Anzahl der Baugesuche. Diese Zahl lag im vergangenen Jahr bei 228. Damit liegt man zwar unter dem Spitzenwert von 2011 mit 268 Baugesuchen, jedoch über dem langjährigen Mittel (219).

Pensionskassen bauen gross

Am meisten Wohnungen entstehen derzeit in der Laubwiesen-Überbauung an der Laubgasse/Oberwiesenstrasse. Die Asga-Pensionskasse lässt dort 135 Wohnungen erstellen. Mit der Profond-Vorsorgeeinrichtung steht auch hinter dem aktuell zweitgrössten Bauvorhaben eine Pensionskasse. Hinter dem Bahnhof auf dem ehemaligen SBB-Parkplatz Nord entstehen 82 Wohnungen. Weitere grössere Projekte stellen die 56 Wohnungen der Waldpark AG hinter dem Kantonsspital und die Hauptpost-Sanierung inklusive Neubau und gesamthaft 49 Wohnungen dar. Im Rahmen der zweiten Etappen der Obstgarten-Überbauung der Immovia AG gibt es 43 Wohnungen. Im Spickel zwischen Häberlinstrasse und Akazienweg bauen die Häberlin Architekten 38 Wohnungen. Im Erzenholz wirkt die Stutz AG als Bauherrin für 25 Wohnungen, davon 15 Einfamilienhäuser. Weitere Mehrfamilienhausbaustellen im Umfang von jeweils sechs bis zehn Wohnungen befinden sich unter anderem im Langdorf, im Schollenholz, in Gerlikon und im Kurzdorf.

Weitere Überbauungsprojekte stehen schon in den Startlöchern. Auf dem innerstädtischen Areal der Baufirma Herzog sind über 80 Wohnungen geplant. Am Schweizhofkreisel zwischen Bahnhof- und Zeughausstrasse sollen 70 Wohnungen entstehen. 50 Wohnungen werden an der Ecke Zürcherstrasse/Gerlikonerstrasse neben dem Alterszentrum Park gebaut. Und beim Umbau des Walzmühle-Areals werden 25 Wohnungen resultieren. Zudem könnte das Land zwischen äusserer Stammerau und Walzmühle-Areal mittelfristig bebaut werden.

«Gibt weiterhin Land»

Auch Stadtbaumeister Christof Helbling beobachtet die anhaltend hohe Wohnbautätigkeit bei Wohnungen. «Diese Entwicklung könnte noch weiter andauern», sagt Helbling. Am Beispiel von Frauenfeld zeige es sich, dass ob der aktuellen Zinssituation vor allem für Pensionskassen grössere Mehrfamilienhausüberbauungen lohnenswerte Investitionsobjekte seien. Helbling kann aber beruhigen: «Es gibt weiterhin innerstädtische Parzellen, die bebaubar gemacht werden können.»

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