In Frauenfeld rollten die Kugeln

FRAUENFELD. Gestern fand in Frauenfeld zum ersten Mal die Pétanque-Triplette-Schweizer-Meisterschaft statt. Insgesamt nahmen 321 Mannschaften am Turnier teil. Die Teams vom Club Léman aus Rolle holten sich in spannenden Spielen den Titel.

Barbara Hettich
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Jeder Zentimeter zählt: Das Team Le Lys aus Prilly will es genau wissen, mit Meterband wird nachgemessen. (Bild: Barbara Hettich)

Jeder Zentimeter zählt: Das Team Le Lys aus Prilly will es genau wissen, mit Meterband wird nachgemessen. (Bild: Barbara Hettich)

Für einmal ist der Parkplatz bei der Pferde-Rennbahn in Frauenfeld Austragungsort einer Sportveranstaltung. 256 Herrenmannschaften und 65 Frauenmannschaften sind zur Pétanque-Triplette-Meisterschaft angereist, die Mehrheit der rund 1000 Freizeitsportler kommt aus der französischen Schweiz.

Ein strategisches Spiel

Die metallenen Kugeln fliegen um die Wette, möglichst nah sollen sie neben der kleinen farbigen Kugel (butte) landen. Im Final der Frauen stehen zwei Mannschaften aus der Waadt: Drei Frauen vom Club Le Lys aus Prilly treffen auf drei Frauen vom Club Léman-Pétanque aus Rolle. Léman darf vorlegen, erst den Butte, dann fliegt die erste Kugel knapp daneben. Die gegnerischen Spielerinnen bringen ihre Kugeln in Position, spicken dann die gegnerische aus dem Feld. «Pétanque ist ein strategisches Spiel, vergleichbar mit Curling», erklärt währenddessen Jean-Marc Frei, Zentralpräsident des schweizerischen Pétanque-Verbandes.

Sieg mit 13 Punkten

Léman ist wieder am Zug, die Spielerinnen plazieren präzise, bringen es fertig, dass schliesslich zwei ihrer Kugeln am nächsten zum Butte zu liegen kommen. Le Lys hat dem nichts mehr entgegenzusetzen. Zwei Punkte kann das Team Léman auf seinem Konto verbuchen. «Entscheidend ist, wer zuerst 13 Punkte erspielt hat», erklärt Jean-Marc Frei.

Léman kann seinen Vorsprung ausbauen. Le Lys kommt nicht über fünf Punkte hinaus und nach einer Stunde und 40 Minuten heisst der neue Schweizer Meister im Triplette-Pétanque der Frauen Léman. «Insbesondere der Wind hat uns zu schaffen gemacht», erklärt eine Spielerin von Le Lys ihre Niederlage.

Bei den Herren standen ebenfalls zwei Teams aus dem Waadtland im Final. Le Motty aus Ecublens zeichnete sich durch enormen Kampfgeist aus und liess trotz Rückstand nicht locker. Die Herren vom Club Léman aus Rolle schafften schliesslich doch noch den Sieg und holten sich mit 13 zu 11 Punkten den Titel.