In Frauenfeld fahren Bagger für Velos

FRAUENFELD. Heute beginnen in Frauenfeld die Bauarbeiten für die zweite Etappe des Regionalen Radwegs. Er soll von der Amag in der Riedstrasse bis zur Avia-Tankstelle im Scheidweg führen. Gestern hatte die Stadt zum Spatenstich eingeladen.

Katharina Brenner
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Departementsvorsteher Urs Müller, Polier Shuip Sulajmani, Bauführer Marco Schweizer, Maschinist Santos Joaquim und der Leiter des Tiefbauamts, Thomas Müller, stellen beim Spatenstich die Pläne für die zweite Etappe des Regionalen Radwegs in Frauenfeld vor. (Bild: Reto Martin)

Departementsvorsteher Urs Müller, Polier Shuip Sulajmani, Bauführer Marco Schweizer, Maschinist Santos Joaquim und der Leiter des Tiefbauamts, Thomas Müller, stellen beim Spatenstich die Pläne für die zweite Etappe des Regionalen Radwegs in Frauenfeld vor. (Bild: Reto Martin)

Wo die Baggerschaufel den Boden berührt, ist bereits Teer. Er ist alt und kommt bald weg. Frischer Teer wird ihn ersetzen. Hier, in einer Hofeinfahrt am östlichen Ortsausgang von Frauenfeld, in der Nähe der Avia-Tankstelle, wird in den kommenden Wochen und Monaten ein Abschnitt für Velofahrer entstehen. Es ist die zweite Etappe des Regionalen Radwegs, der bis zur Amag führen soll.

Am Montag hatten der Vorsteher des Departements für Bau und Verkehr, Urs Müller, und der Leiter des Tiefbauamts, Thomas Müller, zum Spatenstich eingeladen. Auch der Bauführer Marco Schweizer, der Maschinist Santos Joaquim und der Polier Shuip Sulajmani waren gekommen. Heute nehmen die drei ihre Arbeit auf.

Sie beginnen mit einer Schutzinsel für Radfahrer in der Zürcherstrasse kurz vor der Tankstelle. Sie soll für die Velofahrer den Übergang über die Strasse markieren. Zugleich soll die Insel dafür sorgen, dass die Autofahrer an dieser Stelle langsamer fahren.

Fertigstellung im Sommer

Dieser zweite Abschnitt des Regionalen Radwegs, der jetzt gebaut wird, ist insgesamt 570 Meter lang. Er wird entlang der Gleise verlaufen und auf Höhe der Amag in die Riedstrasse münden. «Unser Ziel ist es, den Radweg im kommenden Sommer in Betrieb zu nehmen», sagte der Stadtrat Urs Müller während des Spatenstichs.

Dem aktuellen Bauabschnitt war eine lange Planungsphase vorausgegangen, viele Auflagen mussten erfüllt werden. Die Stadt musste die Finanzierungszusicherung des Bundes einholen, und auch die SBB mussten die Bauarbeiten freigeben. Die Stadt hat die Kosten der neuen Etappe inklusive der Schutzinsel für die Radfahrer in der Zürcherstrasse mit 1,7 Millionen Franken budgetiert. Die Unterstützung von Seiten des Bundes und des Kantons ist in diesem Betrag allerdings nicht mitgerechnet.

Neues und altes Radwegnetz

Das ursprüngliche Ziel des gesamten Projekts war ein Radweg nahe der Schienen von Islikon bis Felben-Wellhausen gewesen. Die Stadt Frauenfeld, die Gemeinden Felben-Wellhausen und Gachnang, der Kanton Thurgau und die SBB hatten den Regionalen Radweg zusammen entwickelt. Die Frauenfelder Stimmbürger hatten für den Netto-Kostenanteil von 2,45 Millionen Franken gestimmt. Die Gemeindeversammlung Gachnang beteiligte sich mit einem Kredit in Höhe von 450 000 Franken. Die Gemeindeversammlung Felben-Wellhausen hatte einen entsprechenden Kredit abgelehnt. Dort wird der Regionale Radweg deshalb an das bestehende Radwegnetz angeschlossen.