In Eschenz wird wieder gegraben

eschenz. Ausgelöst durch ein geplantes Bauprojekt, hat das Amt für Archäologie des Kantons Thurgau in diesen Tagen die Grabungsarbeiten im Zentrum von Unter-Eschenz wieder aufgenommen, wie das Amt mitteilt.

Drucken
Teilen
Grabungen in Eschenz. (Bild: pd)

Grabungen in Eschenz. (Bild: pd)

eschenz. Ausgelöst durch ein geplantes Bauprojekt, hat das Amt für Archäologie des Kantons Thurgau in diesen Tagen die Grabungsarbeiten im Zentrum von Unter-Eschenz wieder aufgenommen, wie das Amt mitteilt. Die Grabungen dienen dazu, die archäologischen Funde zu dokumentieren, bevor diese durch das Bauvorhaben zerstört werden.

Bereits in römischer Zeit führte eine Holzbrücke über den Rhein.

In Eschenz grenzt dieser Übergang an eine uferparallele Strasse, auf deren beiden Seiten sich Häuser aneinanderreihten. Für diese kleinstädtische Siedlung ist inschriftlich der Name Tasgetium überliefert. Die bereits im vergangenen Jahr untersuchten Flächen haben gezeigt, dass in der nun zur Überbauung vorgesehenen Parzelle Fundamente römischer Häuser vorhanden sind.

Im unteren Schichtbereich sind die hölzernen Baustrukturen im feuchten Boden ausgezeichnet erhalten geblieben. Pflanzliche und tierische Reste können Informationen zu Alltagsleben und Speiseplan vor 2000 Jahren liefern. (red.)

Ab heute findet jeden Mittwoch um 14 Uhr eine öffentliche Grabungsbesichtigung statt. Zusätzliche Führungen können mit Thomas Keiser (Tel. 079 810 67 73) oder Simone Benguerel (Tel. 052 724 15 71 oder simone.benguerel@tg.ch) vereinbart werden.

Aktuelle Nachrichten