In die Welt der Informatik abtauchen

Der Frauenfelder Elektroniker-Lehrling Beat Käfer nahm an der Studienwoche «Faszination Informatik» teil. Dabei beschäftigte er sich intensiv mit Computerwissenschaft.

Johanna Schick
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Beat Käfer macht eine Lehre bei der Firma Baumer Electric in Frauenfeld. (Bild: pd)

Beat Käfer macht eine Lehre bei der Firma Baumer Electric in Frauenfeld. (Bild: pd)

FRAUENFELD. Beat Käfer macht eigentlich eine Lehre als Elektroniker. Seit vier Jahren arbeitet der 18jährige Frauenfelder bei der Baumer Electric AG in Frauenfeld. Vergangene Woche durfte er für einmal die Baustelle verlassen und an der Studienwoche »Faszination Informatik» teilnehmen. Organisiert von der Stiftung «Schweizer Jugend forscht» durfte er sich mit 37 weiteren Jugendlichen fünf Tage lang intensiv mit dem Thema Informatik befassen.

Fünf Tage in Basel

Sein Unterstift Simon Vogel nahm ebenfalls an der Studienwoche teil. Er war derjenige, der Käfer auf das Projekt aufmerksam gemacht hat. Für die Studienwoche lebte Käfer eine Woche in Basel. Seine Berufsschule, das BZT Frauenfeld, und sein Lehrmeister unterstützten das Vorhaben. Für die zwei Tage Schule wurde er freigestellt und von den drei Ferientagen, die er beantragen musste, wurde ihm die Hälfte geschenkt. «Ich bin froh, dass mich mein Lehrmeister unterstützt», sagt Käfer. Tagsüber sind die Teilnehmer der Studienwoche mit Programmieren beschäftigt. Die insgesamt 18 Forschungsprojekte sind an den jeweiligen Wissensstand der Jugendlichen angepasst. Mit der Hilfe von Experten lernen sie zum Beispiel Computerspiele oder Anwendungen für Android-Mobiltelefone zu programmieren. «Mir gefällt, dass der Schwerpunkt vor allem auf dem objektorientierten Programmieren liegt», sagt Käfer.

Dieses Thema hätten sie in der Berufsschule nur gestreift. «Hier haben wir richtig Zeit, um die Dinge zu vertiefen.» Vom Klischee, Informatiker seien Stubenhocker, hält Käfer nicht viel. «Es gibt sicher solche Spezialfälle. Aber grösstenteils stimmt das überhaupt nicht.» Er selbst ist das beste Beispiel: In seiner Freizeit spielt er Badminton und geht in die Pfadi. «Ich bin kein Computerfreak», sagt er lachend.

Nach dem Kurs ins Kino

Auch in der Studienwoche kommt der soziale Aspekt nicht zu kurz. «Man lernt Leute aus der ganzen Schweiz kennen», sagt Käfer. Abends nach den Projektkursen treffen sich die Teilnehmer, gehen ins Kino oder Pizza essen.

Käfers Zukunft ist noch offen. «Wahrscheinlich gehe ich ins Militär.» Und vielleicht studiert er später einmal Elektrotechnik.