In der Logopädie-Arbeit ist die Verständigung zentral

ROMANSHORN. Die diesjährige Jahresversammlung des Berufsverbandes der Thurgauer Logopädinnen und Logopäden stand im Zeichen der Verständigung.

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Zum Auftakt der Veranstaltung in der Aula der Primarschule Romanshorn begeisterte der gehörlose Deaf-Slammer Joel Toggenburger mit seinem Programm «Verkehrte Welt» die rund 60 Mitglieder und Gäste. Toggenburger schreibt Texte und präsentiert diese so wie Poetry-Slammer in Wettbewerben auf der Bühne. Für die Gebärdendolmetscherin war dies eine besondere Herausforderung, da es galt, innert kürzester Zeit für die vielschichtigen Texte die richtigen Worte zu finden.

Über Förderkonzepte informiert

Anschliessend folgten die Jahresgeschäfte. Wie der Berufsverband der Thurgauer Logopädinnen und Logopäden (TBL) in seiner Mitteilung schreibt, schaut er auf ein intensives und interessantes Verbandsjahr zurück. Auch im folgenden Jahr soll die Verständigung zwischen den verschiedenen Gremien und Sozialpartnern einen wichtigen Stellenwert einnehmen.

Stellvertretend für die verschiedenen Gäste überbrachten Judith Rieser, Amt für Volksschule, und Jürgen Steiner, Leiter des Studienganges Logopädie an der Hochschule für Heilpädagogik in Zürich, Grussworte. Sie unterstrichen die Wichtigkeit des Austausches und informierten über den aktuellen Stand der Sonderpädagogischen Förderkonzepte, des neu eingerichteten Didaktischen Zentrums an der HfH und der möglichen Masterausbildung für Logopädie.

Vorstand bleibt weiter im Amt

Dieses Jahr war ein Wahljahr. Glücklicherweise stellte sich der gesamte Vorstand mit seiner Präsidentin Gaby Sagelsdorff wieder zur Verfügung. Yvonne Heuscher und Sandrine Ulmer, beide Delegierte des Deutschschweizerischen Logopädie-Verbandes (DLV), traten von ihrem Amt zurück und wurden verabschiedet. Cécile Wassmann und Barbara Ruppaner wurden als Nachfolgerinnen gewählt.

Süsse Überraschung zur Pause

Die Pause wurde durch Baklava versüsst, das von albanischen Frauen aus Romanshorn, passend zum nachfolgenden Referat, liebevoll zubereitet wurde. Das Referat von Martina und Beat Forster zum Thema «Menschen aus dem Balkan verstehen lernen» regte zum Reflektieren der eigenen Verständigungssituationen in der täglichen Arbeit mit Eltern und Kindern mit Migrationshintergrund an. Das Ehepaar, das jahrelang mit seinen Kindern in Albanien lebte, zeigte auf, wo die kulturellen Unterschiede sind, die eine Kommunikation erschweren, respektive welche Strategien es braucht, um eine Annäherung möglich zu machen. (red.)