Impfaktion gegen Zecken mit Doktor Stutz

Frauenfeld. Kaum werden die Tage länger und wärmer, werden auch die Zecken wieder aktiv. Zeckenbisse sind nicht nur unangenehm, infizierte Blutsauger können dabei auch gefährliche Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose übertragen.

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Frauenfeld. Kaum werden die Tage länger und wärmer, werden auch die Zecken wieder aktiv. Zeckenbisse sind nicht nur unangenehm, infizierte Blutsauger können dabei auch gefährliche Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose übertragen. Heute Dienstag, von 12 bis 15 Uhr, findet in der Passage-Apotheke in Frauenfeld eine Zeckenschutzaktion statt. Für 40 Franken kann man sich impfen lassen.

Impfrate anheben

Anwesend sein wird auch Dr. Samuel Stutz und Fragen zur Impfung und zur Wirksamkeit von Zeckenschutzmitteln beantworten. Stutz moderierte bis 2007 die Sendung «Gesundheit Sprechstunde» auf SF zwei und gibt seither sein eigenes Gratismagazin «Sprechstunde Doktor Stutz» heraus. Mit der Aktion, die in acht Schweizer Städten durchgeführt wird, möchte Stutz die Impfrate anheben. In Österreich seien 80 Prozent der Bevölkerung geimpft, in der Schweiz bloss 19 Prozent.

Drei Injektionen nötig

Zecken lauern überall, auf Wiesen, in Gärten sowie auf Büschen und Sträuchern bis in einer Höhe von anderthalb Metern. Die Impfung – für die Grundimmunisierung sind drei Injektionen nötig – wirkt allerdings nur gegen das FSME-Virus, das Gehirnhautentzündung auslösen kann. Gegen das Borreliose-Bakterium, das ein diffuses Krankheitsbild hervorrufen kann, häufig verbunden mit Lähmungserscheinungen, gibt's keine Immunisierung; es muss nach dem Befall mit Antibiotika bekämpft werden. Das heisst, auch wer geimpft ist, sollte den Körper nach Aufenthalten in der Natur nach Zecken absuchen. (tz)