Im Trubel einige tragische Unfälle

Die Seegfrörni 1963 hat Zehntausenden Menschen viel Freude gebracht. Doch im Trubel auf dem Eis kam es auch zu tragischen Unfällen. Unter den mindestens fünf Todesfällen wird in den Chroniken auch jener des Horner Wirts genannt, dessen Leiche allerdings nie gefunden wurde (Text unten).

Drucken
Teilen
Familienfreuden auf dem Eissee – doch es war nicht ohne Gefahr. (Bild: ky/Krebs)

Familienfreuden auf dem Eissee – doch es war nicht ohne Gefahr. (Bild: ky/Krebs)

Die Seegfrörni 1963 hat Zehntausenden Menschen viel Freude gebracht. Doch im Trubel auf dem Eis kam es auch zu tragischen Unfällen. Unter den mindestens fünf Todesfällen wird in den Chroniken auch jener des Horner Wirts genannt, dessen Leiche allerdings nie gefunden wurde (Text unten).

Besondere Anteilnahme löste der Erfrierungstod von zwei Schülern aus, die am 22. Februar vor Friedrichshafen auf einer mehrere hundert Meter langen Eisscholle abgetrieben wurden. Die Jugendlichen konnten erst am nächsten Tag gesichtet und mit einem Helikopter geborgen werden – sie waren während der langen Nacht erfroren. Viel Glück hatte dagegen ein Schüler aus Lindau, der, ebenfalls auf einer Eisscholle treibend, nach bangen Stunden gerettet werden konnte.

Am 10. Februar ertrank ein Mann aus Wasserburg, der mit dem Velo nach Altenrhein unterwegs und im Eis eingebrochen war. Das gleiche Schicksal erlitt ein Schlittschuhläufer aus Uttwil. Andere Eisläufer konnten gerettet werden, darunter eine Schlittschuhläuferin aus Weinfelden.

Manche Autofahrer, die trotz strenger Verbote mit ihrem Wagen den See überqueren wollten und einbrachen, kamen mit dem Schrecken davon. Abgesehen von kleineren Sturzverletzungen und Erfrierungen galt das für die meisten Verunfallten – auch für jene Eiswanderer, die sich abseits der abgesteckten Routen verirrten und Todesängste ausstanden.

In Anbetracht der Grösse des Bodensees und der Massen, die sich darauf tummelten, passierten wenig schwere Unfälle. (mel)

Aktuelle Nachrichten