«Im Herzen bin ich ein Steckborner»

STECKBORN. Die Turmhof-Stiftung wählte am Mittwoch Sven Bradke als neues Mitglied in den Stiftungsrat. Im Interview spricht Bradke über die Erhaltung des Turmhofs und seine Jugend in Steckborn.

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Neu im Turmhof-Stiftungsrat: Sven Bradke. (Archivbild: Meinrad Schade)

Neu im Turmhof-Stiftungsrat: Sven Bradke. (Archivbild: Meinrad Schade)

Herr Bradke, gratuliere, Sie gehören nun zum Stiftungsrat der Turmhof-Stiftung.

Sven Bradke: Ach ja? Ich weiss noch nichts davon. In dem Fall wurde ich am Mittwoch gewählt. Ich war da nicht anwesend. Super, das freut mich aber sehr.

Wie ist es dazu gekommen, dass sie nun im Stiftungsrat dabei sind?

Bradke: Am 28. April dieses Jahres war ich zu einem «Heimspiel» in den Turmhof geladen. Auf Einladung von Herrn Robert Fürer durfte ich damals im Interview mit Herrn Bänninger über mein Leben und meine Erlebnisse berichten. Als Person, die in Steckborn aufgewachsen und zur Schule ging, war es mir eine grosse Ehre und Freude, Teil dieses Heimspiels gewesen zu sein. Das besagte Heimspiel war letztlich auch der Ausgangspunkt für die spätere Anfrage als Stiftungsrat. So entstand auch der Kontakt mit den Mitgliedern des Stiftungsrates.

Warum haben Sie sich bereit erklärt, in der Turmhof-Stiftung mitzuwirken?

Bradke: Meine neue Aufgabe als Stiftungsrat sehe ich auch als kleinen Dank an meine Heimatgemeinde und ihre Einwohner für all das Gute und Schöne, das ich in meiner Kindheit und Jugend erfahren durfte.

Haben Sie Ideen oder konkrete Vorstellungen, die sie im Stiftungsrat mitbringen?

Bradke: Ich werde versuchen, meine beruflichen und privaten Erfahrungen als Wirtschafts- und Kommunikationsberater einzubringen. Zudem kann ich eine gewisse Aussensicht als «neutraler Betrachter» bieten, da ich Steckborn aus meiner Jugend her kenne und liebe, aber nicht dort wohne.

Die Stiftung steht im Konflikt mit der Heimatvereinigung. Es wird um die zukünftige Nutzung des Turmhofs gestritten. Was können/wollen Sie dazu beitragen, um den Konflikt zu schlichten?

Bradke: Persönlich bedauere ich die jahrelangen Diskussionen rund um den Turmhof ausserordentlich. Belasten diese doch das Image des wunderschönen und charmanten Städtchens Steckborn mit seiner ausserordentlichen Lage am Untersee. Ich hoffe, im Stiftungsrat meinen Beitrag für eine positive Gestaltung der Zukunft leisten zu können. Es ist mir ein Herzensanliegen, dass ich im Stiftungsrat mitwirken kann, im Sinne der Sache – in der Erhaltung des Turmhofs.

Was bedeutet der Turmhof für Sie?

Bradke: Der Turmhof ist das Wahrzeichen von Steckborn. Jeder kennt den Turmhof – er verkörpert Steckborn. Ich habe viele Erinnerungen aus meiner Kindheit, die verbunden mit dem Turmhof sind.

Sehen Sie sich noch als Steckborner?

Bradke: Steckborn ist und bleibt meine Heimat. Dort bin ich aufgewachsen und dort habe ich meine Kindheit und Jugend verbracht. Auch wenn ich seit meinem Studium im Raum St. Gallen lebe, so bin ich im Herz immer noch ein Steckborner. Das werde ich auch immer bleiben.

Interview: Gjon David