Ideenwettbewerb für das Zeughausareal

Drei Architekturbüros sind eingeladen, verschiedene Lösungsansätze für die Bebauung und Nutzung des Zeughausareals in Wil auszuarbeiten. Die Ergebnisse sollen im Juli 2012 der Bevölkerung präsentiert werden.

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WIL. In die Diskussion um die zukünftige Nutzung des Wiler Zeughausareals kommt Bewegung. Der Stadtrat hat das Programm für einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung und Nutzung des Zeughausareals genehmigt und bestellt. An einer Sitzung ist vor einigen Tagen mit allen Beteiligten die Aufgabenstellung erläutert und das Bearbeitungsgebiet besichtigt worden.

St. Galler und Zürcher Büros

«Um Lösungsvarianten zu erhalten sowie als Grundlage für ein Richtprojekt wird ein Studienauftrag durchgeführt», schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Drei Architekturbüros seien eingeladen worden, in einem Workshopverfahren aufzuzeigen, wie die definierten Ziele erreicht werden können und welche weiteren Fragen allenfalls noch zu klären sind. Das Workshopverfahren wird durch den Zürcher Architekten Willi Egli als Mitglied des Architektenkollegiums der Stadt Wil geleitet. Bei den eingeladenen Architekturbüros handelt es sich um die St. Galler «Diethelm-Grauer Peter und Johanna», «Dietrich/Untertrifaller/Stäheli Architekten», ebenfalls aus St. Gallen, sowie den Zürcher Büro «Knapkiewicz und Fickert Architekten».

Die teilnehmenden Büros können für einzelne Fachbereiche wie Nachhaltigkeit, Städtebau oder Quartieraufwertung ihrerseits weitere Fachleute beiziehen. Für die Beurteilung der Arbeiten wurde ein Beurteilungsgremium aus Vertretern der Stadt und Fachexperten eingesetzt.

Ideenwettbewerb als Basis

Im März dieses Jahres entschied der Stadtrat, einen Ideenwettbewerb als Basis für die weitere Entwicklung des Areals durchzuführen. Auf Basis dieses Programms sind durch die eingeladenen Architekturbüros in einem Ideenwettbewerb überzeugende, verschiedenartige Lösungsansätze für eine in mehrerer Hinsicht modellhafte Bebauung aufzuzeigen. Dabei sollen insbesondere folgende Aspekte geklärt werden:

• Städtebauliches System (Baufelder, Freiflächen, Verbindungsräume)

• Verkehr und Parkierung

• Einbindung der Bauten ins Quartier (Volumetrie)

• Nutzungsverteilung Wohnen / Arbeiten-Gewerbe / öffentliche Nutzung

• Mass der Nutzflächen (Dichte der Bebauung)

• Überlegungen zu Quartiernutzung und -bedürfnissen

• Nachhaltigkeit (Energie, Ökologie, Wirtschaftlichkeit)

• Etappierbarkeit (Erschliessung, Bau, Verkauf)

• Lärmschutz gegenüber Georg-Renner-Strasse

Die Aufgabenstellung umfasst je eine Nutzungs-, Bebauungs- und Erschliessungsstudie. Nebst den zentralen Fragen der Nutzungsaufteilung und Quartieraufwertung ist auch der Anbindung an das umliegende Siedlungsgebiet in städtebaulicher, funktionaler und verkehrstechnischer Hinsicht ein besonderes Augenmerk beizumessen. Es ist beabsichtigt, das Zeughausareal als ein zukunftsgerichtetes und nachhaltiges Quartier zu entwickeln als Impuls sowie mit Modellcharakter für die Siedlungserneuerung im Lindenhofquartier. Daher sind im Wettbewerb auch Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit wichtige Themen. In einem ersten Workshop (Februar 2012) werden die Büros dem Beurteilungsgremium einzeln ihre Leitideen, städtebauliche Konzeption und grundsätzliche Überlegungen zur Quartieraufwertung präsentieren.

In einem zweiten Workshop (März 2012) sind die weiterentwickelten Konzepte vorzustellen, gleichzeitig müssen die Büros erläutern, wie sie die Erkenntnisse aus dem ersten Workshop umgesetzt haben. Diese Inhalte werden dann in den Schlussbericht des Beurteilungsgremiums integriert, wobei das Gremium auf Basis dieser Beiträge Empfehlungen zuhanden des Stadtrats für das weitere Vorgehen abgibt.

Schlussbericht im Mai 2012

Die Schlussbesprechung des Beurteilungsgremiums ist für April 2012 vorgesehen, der Schlussbericht soll Mitte Mai 2012 vorliegen. Die Bevölkerung der Stadt Wil, insbesondere die Quartierbevölkerung im Lindenhof, wird im Juli 2012 über die Ergebnisse anlässlich einer Informationsveranstaltung orientiert werden. Anschliessend werden die von den drei Architekturbüros erstellten Projektstudien öffentlich ausgestellt. (sme./sk.)