«Ich kenne die Schule bestens»

AADORF. Martin Köstli aus Ettenhausen will Präsident der Volksschulgemeinde Aadorf werden. Er hat sich entschlossen zu kandidieren, weil er als langjähriger Lehrer und Schulleiter viel Erfahrung in die Behörde einbringen kann.

Urs Bänziger
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Martin Köstli vor dem alten Schulhaus in Guntershausen, hier war er viele Jahre als Primarlehrer tätig und heute als Schulleiter. (Bild: Nana do Carmo)

Martin Köstli vor dem alten Schulhaus in Guntershausen, hier war er viele Jahre als Primarlehrer tätig und heute als Schulleiter. (Bild: Nana do Carmo)

Mit 58 Jahren will es Martin Köstli nochmals wissen: Er kandidiert für das Präsidium der Volksschulgemeinde (VSG) Aadorf. Die Rücktritte von fünf bewährten Behördemitgliedern beschere der VSG Aadorf einen grossen Verlust an Know-how. Neue Mitglieder müssten sich zuerst einarbeiten, was Zeit brauche, wenn sie nicht aus dem Umfeld der Schule kommen. «Darum will ich Verantwortung übernehmen und meine grosse Erfahrung im Bereich der Schule einbringen, um eine strategische Kontinuität in der Behörde zu erreichen», sagt Köstli zu seiner Kandidatur.

Er kenne die Schule mit all ihren Facetten durch seine Tätigkeiten als Lehrer und Schulleiter, aber auch als Vater von zwei Söhnen. Martin Köstli war über 30 Jahre Primarlehrer in Guntershausen und seit 2006 ist er für die Volksschulgemeinde Aadorf als Schulleiter tätig.

In der Gemeinde gut vernetzt

«Ich kenne die verschiedenen Schulstandorte, die Lehrpersonen und die Verwaltung bestens und bin in der ganzen Gemeinde gut vernetzt», sagt Köstli. Er sei vertraut mit den aktuellen Herausforderungen, denen sich die Schule stellen müsse. «Im Team ist der Schritt vom Berufskollegen zum Vorgesetzten eine Herausforderung für beide Seiten. Schon einmal, als ich Schulleiter wurde, ist mir dieser Schritt bestens gelungen», sagt Köstli. Er sei überzeugt, dass er dank seiner grossen schulischen Erfahrung und seiner unkomplizierten, offenen und engagierten Art das notwendige Rüstzeug mitbringe, um der VSG Aadorf als Präsident vorzustehen.

Sind die Aadorfer Schulbürgerinnen und -bürger auch dieser Ansicht und wählen am 3. März Martin Köstli, so will er das Präsidium für zwei Amtsperioden führen. Seine Tätigkeit als Schulleiter in der VSG Aadorf würde er aufgeben. «Weil ich zu 50 bis 60 Prozent als Präsident tätig sein werde, würde ich in einer anderen Schulgemeinde ein kleines Pensum als Schulleiter übernehmen. So bleibe ich am Puls der Schule.»

Nahe am Schulbetrieb bleiben

Er wolle trotz des Wechsels von der operativen in die strategische Ebene nahe am Schulbetrieb bleiben und die Anliegen aller Beteiligten wahrnehmen, sagt Köstli. Ihm liege es sehr am Herzen, die Lehrpersonen zu fordern und zu fördern und ihrem Einsatz stets Achtung und Dank entgegenzubringen. «Motivierte und zufriedene Lehrpersonen garantieren einen erfolgreichen und qualitativ hochstehenden Unterricht.»

Als Präsident wünscht sich Martin Köstli eine gute, lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der Politischen Gemeinde – besonders auch im Hinblick auf die geplanten Bauvorhaben (Sporthalle, Hallenbad). Er kennt auch die schulischen Aufgaben, welche auf ihn zukommen. «Das Projekt Zentrum (Schüler-zentrierte Unterrichtsmethoden) geht in die Endphase. Zudem stehen die Umsetzung des neuen Förderkonzeptes im kommenden Schuljahr und die Einführung des Lehrplans 21 im Sommer 2016 an.»