«Ich habe keinen Moment gezögert»

Nachgefragt

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Vreni Schawalder hielt am ersten «Pink-Apple» vor 20 Jahren die Eröffnungsrede. Sie erinnert sich.

Wollten Sie zuerst absagen?

Nein, daran habe ich nie gedacht. Auch meine Regierungskollegen hatten keinerlei Einwände. Post bekam ich allerdings von fundamentalen Christen, die natürlich gegen ein solches Festival waren.

Wie erlebten Sie den Anlass?

Es herrschte eine angenehme Stimmung. Ich war ziemlich naiv, was das Thema Homosexualität anbelangt. Das Festival hat mir ein wenig die Augen geöffnet.

Hat sich der Thurgau seither verändert?

Er ist offener geworden. Homosexuelle, die sich aus Furcht nicht äusserten, tun das heute. Trotzdem bleibt ein Coming-out schwierig. Zum Beispiel für Junge – oder je nach beruflicher Stellung. (don)