«Ich freue mich auf die Dar-Vida und den Käse»

Die Heimkehr von Musiker David Lang

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Der Thurgauer Musiker und Komponist David Lang ist vor drei Jahren nach Berlin ausgewandert. Jetzt kehrt er aus der deutschen Metropole zurück in den Thurgau, zu seinen Wurzeln.

David Lang, warum zieht es Sie von Berlin zurück in den Thurgau?

Als ich im Jahre 2014 von der Schweiz nach Deutschland ausgewandert bin, war mir von Anfang an klar, dass ich nicht bis zu meiner Pension in Berlin bleiben werde. Ich wollte mich damals einfach musikalisch weiterent­wickeln, und ich hatte auch eine tolle Zeit in Berlin. Jetzt habe ich den Entschluss gefasst, Mitte des Jahres in den Thurgau zurückzukehren.

Wann fiel die Entscheidung zurückzukehren?

Es hat sich irgendwann die Frage gestellt, ob ich weitere Jahre in Berlin dranhänge und neue Projekte beginne oder ob ich einen Schlussstrich unter Berlin ziehe. Ich war in letzter Zeit in der Schweiz sehr aktiv und habe hier bereits einige Projekte in Planung. So kam die Entscheidung zu Stande.

Wo zieht es Sie genau hin?

Ich werde nach Mammern ziehen, wo ich über zehn Jahre lang den Männerchor dirigiert habe. In Wagenhausen habe ich ein Grundstück gekauft, das ich bebaue. Dort werde ich dann mit meiner Familie in Zukunft wohnen.

Wie waren die drei Jahre in der deutschen Hauptstadt?

Ich habe sehr von dieser Zeit profitiert. Neben der musikalischen Inspiration habe ich tolle Leute getroffen und Kontakte geknüpft. Es hat sich für mich absolut gelohnt, für eine Zeit auszuwandern und aus der Ferne in die Heimat zu blicken.

Worauf freuen Sie sich besonders im Thurgau?

Ich freue mich sehr auf die Natur, die Schönheit des Kantons sowie auf den Thurgauer Dialekt. Als ich in Berlin war, habe ich mich sehr mit der Sprache beschäftigt und mir die Frage gestellt, wie man diese zu einer musikalischen Sprache umwandeln kann. Davon werden auch meine nächsten Projekte handeln. Ausserdem freue ich mich auf die Dar-Vida und den Käse, die ich immer aus der Schweiz nach Berlin mitgenommen habe.

Was werden Sie von Berlin vermissen?

Ich habe in der Metropole an der Spree eine grosse Sympathie für die Deutschen entwickelt. Natürlich sind die Berliner schroffer und direkter als wir Schweizer oder zum Beispiel die Menschen aus Süddeutschland. Mir hat ihre Mentalität aber sehr gefallen. Ich habe tolle Leute kennen gelernt und mag den Humor der Deutschen sehr.

Welche Projekte haben Sie in Planung?

Im Oktober habe ich verschiedene Konzerte im Thurgau geplant, zum Beispiel in Berlingen und Steckborn. Im November werde ich an vier Konzerten Eigenkompositionen sowie Stücke von Schubert mit einem kleinen Männerchor aufführen. Darauf freue ich mich schon sehr. (fbe)

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