«Ich bleibe dem Dorf sicher erhalten»

Rücktritt als Gemeindepräsidentin von Berlingen

Drucken
Teilen

Nach anderthalb Legislaturen steht Annemarie Moret bei den Erneuerungswahlen 2019 nicht mehr für das Amt als Berlinger Gemeindepräsidentin zur Verfügung.

Sie beenden nächstes Jahr Ihre politische Karriere.

Ja, ich habe immer offen kommuniziert, dass 2019 für mich Schluss ist. Ich hatte das Amt schon 2012 nicht gesucht und bin beim Rücktritt meines Vorgängers Peter Koster mangels Alternativen als Vizegemeindepräsidentin nachgerutscht.

Nebst Ihnen treten mit Marius Brugger und Marion Schaffner auch zwei Gemeinderäte nicht mehr an. Haben Sie keine Angst, dass es nicht genügend Kandidaten gibt?

Man weiss es nie. Es ist aber schon so, dass es in Berlingen kaum eine Kampfwahl für einen Sitz in die Behörden gibt. Gerade kleinere Gemeinden haben zunehmend Mühe, überhaupt Kandidaten zu finden.

Was ist Ihrer Meinung nach das Problem?

Dass viele Politik und Beruf unter einen Hut bringen müssen. Als Gemeindepräsident muss man Zeit mitbringen, das Pensum beträgt zwischen 20 und 50 Prozent. Wenn das Pensum kleiner ist, müsste man allenfalls die Verwaltung aufstocken.

Haben sich schon Kandidaten gemeldet?

Nein, bis jetzt noch nicht. Ich hoffe sehr, dass diese noch kommen. Sollte dies nicht der Fall sein, müsste man sich durchaus mal Gedanken machen über einen Zusammenschluss, auch wenn es wenig populär ist.

Was waren Meilensteine in Ihrer bisherigen Amtszeit?

Die Revitalisierung des Wildbaches, der Beginn der Ortsplanungsrevision oder die Umstellung auf HRM2.

Wie nutzen Sie ab Juni 2019 die zusätzliche Freizeit?

Mir wird es nicht langweilig. Entweder betätige ich mich in unserem grossen Garten oder frische meine Fremdsprachen-Kenntnisse auf. Berlingen bleibe ich sicher weiterhin erhalten. (sko)

Interessierte melden sich unter: annemarie.moret@berlingen.ch.