«Ich bin schon ein bisschen nervös»

Seit Juni leitet Gemeindepräsidentin Marianna Frei die Geschicke der Gemeinde Schlatt. Sie wird die Bechtelisgemeinde am 2. Januar um 19 Uhr im Gemeindehaus erstmals leiten.

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Marianna Frei Gemeindepräsidentin von Schlatt (Bild: Reto Martin)

Marianna Frei Gemeindepräsidentin von Schlatt (Bild: Reto Martin)

Schon aufgeregt?

Ein bisschen nervös bin ich, aber trotzdem guter Dinge, was meine erste Gemeindeversammlung als Gemeindepräsidentin angeht. Etwas Spezielles ist es schon.

Die Traktanden versprechen ein einfaches Spiel.

Das wäre schön. Wir beantragen, drei Schwestern einzubürgern, und dann muss über einen Kredit entschieden werden. Mit dem Geld soll eine Wasserleitung ersetzt werden.

Ansonsten legt der Gemeinderat den Voranschlag vor bei gleichbleibenden Steuerfuss.

Wir veranschlagen ein Minus von rund 286 000 Franken. Wir denken, dass wir das mit unserem Kapital abfangen können.

Schlatt ist eine der wenigen Gemeinden, die an der Bechtelistradition festhalten.

Vor ungefähr zehn Jahren haben die Stimmbürger bekräftigt, dass sie an der Tradition festhalten wollen. Vielleicht fragen wir an der nächsten Rechnungsgemeinde nach, ob das auch weiterhin gilt.

Wie ist Ihre Amtszeit angelaufen?

Sehr gut, das erste halbe Jahr ist vergangen wie der Blitz. Als Gemeindepräsidentin habe ich doch deutlich mehr zu tun im Vergleich zu meiner Arbeit zuvor als Gemeinderätin. Ins Bauwesen und in die Werke habe ich mich einarbeiten müssen. Vor Weihnachten habe ich gedacht, dass ich nun einen Überblick über das Neuland habe.

Occassio, das Wohnheim für psychisch Kranke, ist nun nach Schlatt gezogen. Wie hat der Betrieb gestartet?

Bestens. In der Gemeinde blieb es ruhig, und die Betreiber informieren die Gemeinde sehr gut. Wir haben uns mit dem Kanton bei einer Besichtigung selbst ein Bild gemacht. (end.)

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