«Ich bin froh, wenn es ruhiger wird»

Apfelkönigin Monika Ausderau steht vor den letzten Monaten ihrer Amtszeit. Am 26. September wählt eine Jury an der Wega ihre Nachfolgerin. Was Monika Ausderau von der neuen Apfelkönigin erwartet und auf was sie sich nach ihrer Amtszeit freut, verrät die 24-Jährige im Interview.

Samuel Koch
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Monika Ausderau, Apfelkönigin 2014/15. (Bild: Reto Martin)

Monika Ausderau, Apfelkönigin 2014/15. (Bild: Reto Martin)

Frau Ausderau, Sie sind noch etwa 100 Tage im Amt. Welche Highlights stehen Ihnen noch bevor?

Monika Ausderau: Ich bin fast jedes Wochenende unterwegs. Ich werde noch einige Auftritte haben wie das Jugendturnfest in Märstetten an diesem Wochenende, und bald beginnt auch das Casting für die neue Apfelkönigin.

Sind Sie froh, wenn das Amtsjahr bald vorbei ist?

Ausderau: So kann man es nicht sagen. Sobald das Jahr vorbei ist, kommt die nächste Aufgabe. So stimmt es für mich, auch weil ich dann wieder etwas in den Hintergrund rücken werde. Ich bin schon froh, wenn es etwas ruhiger wird, obwohl ich das Jahr bisher sehr genossen habe.

Was hat Sie bisher am meisten beeindruckt?

Ausderau: Dass alle Leute immer und überall positiv auf mich reagiert haben. Ich habe ausschliesslich gute Erfahrungen gemacht.

Haben Sie sich durch das Amtsjahr verändert?

Ausderau: Ja. Ich gehe viel offener auf Leute zu, vor allem wenn es sich um bekannte Persönlichkeiten handelt. Diese Leute sind ja meistens ebenso stinknormal wie ich auch. Zudem konnte ich mein Selbstvertrauen etwas steigern. Früher war ich eher die Ruhige, und jetzt vertrete ich meine Meinung und kann mich auch einmal durchsetzen, wenn es sein muss.

Sie haben viele spannende Auftritte erlebt. Wo war es am speziellsten?

Ausderau: Letztes Wochenende durfte ich bei der letzten Etappe von Lungern nach Meiringen mitwandern. Die Gruppe brachte die Fahnen von Weinfelden nach Meiringen, wo dieses Wochenende das Schweizerische Gesangsfest beginnen wird. Ich durfte den Thurgau symbolisch vertreten. Es war spannend, zumal ich gerne wandere. Die Truppe war echt lustig und mich hat erstaunt, wie fit und zwäg die Gruppe nach einer Woche Wandern noch war.

Wie ist Ihnen der Auftritt an der Expo in Mailand in Erinnerung?

Ausderau: Es war einfach nur super. Alle Besucher waren aufmerksam und haben unserem Apfeltanz zugeschaut.

Sie haben in Mailand mit Kolleginnen des Turnvereins Märwil den Apfeltanz vorgeführt.

Ausderau: Ja. Die Zuschauer hat der Tanz sehr gefreut. Der Tanz hat Elemente aus der Gymnastik, aber auch aus dem Aerobic. Vorgestern präsentierten wir den Tanz in Romanshorn den SVP-Vertretern um Ueli Maurer.

Wie haben Sie den Bundesrat erlebt?

Ausderau: Er sagte, dass er gerne noch länger bei uns bleiben würde, um Fotos zu machen. Er ist zwar Bundesrat, aber auch nur ein Mensch. Es war sehr aufregend, ihn kennenzulernen.

Welche Persönlichkeit hat Sie bisher am meisten beeindruckt?

Ausderau: Ich habe derart viele kennengelernt. Der Schwinger Christian Stucki konnte ich am Sechseläuten in Zürich kennenlernen. Er ist sehr sympathisch und bodenständig. Kürzlich war ich bei Radio Top zu Gast und habe den Sänger Ritschi von Plüsch getroffen.

Sie sind vermehrt in den Medien präsent. Stresst Sie das nicht?

Ausderau: Am Anfang war es schon stressig, auch weil nicht immer geschrieben wurde, was ich gesagt habe. Der Umgang mit den Medien gehört aber zum Amt, und ich habe dadurch auch viel gelernt.

Auf was freuen Sie sich am meisten nach dem Amtsjahr?

Ausderau: Dass ich wieder mehr Freizeit haben werde und ich nicht täglich erreichbar sein muss. Ich bin zwischendurch auch gerne einmal für mich alleine. Ich werde mein Facebook-Profil löschen und sicher nicht mehr täglich meine Mails checken.

Die Anforderungen an die neue Apfelkönigin sind ziemlich hoch.

Ausderau: Ja, aber die Kenntnisse über Äpfel habe ich mir noch während des Amtsjahres angeeignet. Ich finde es viel wichtiger, dass jemand auf dem Bauernhof aufgewachsen ist und somit einen Bezug zur Landwirtschaft hat. Ausserdem sollte sich die neue Apfelkönigin bewusst sein, dass viel Arbeit auf sie zukommt.

Was erwarten Sie von Ihrer Nachfolgerin?

Ausderau: Ich erwarte, dass sie das Amt ernst nimmt und möglichst viele Auftritte wahrnimmt, obwohl auch klar ist, dass die Apfelkönigin nicht überall gleichzeitig sein kann. Ich freue mich sehr auf die Wahl.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ausderau: Der Plan ist, dass ich dann Mutter und Hausfrau sein werde. Das ist mein Traumberuf, und ich freue mich schon jetzt darauf.